Die Kündigung einer Lebens- oder Rentenversicherung ist in den meisten Fällen finanziell nachteilig, da der Rückkaufswert deutlich unter den eingezahlten Beiträgen liegt, insbesondere in den ersten Jahren der Laufzeit. Abschlusskosten werden zu Beginn der Laufzeit verrechnet, was zu einem schlechten Rückkaufswert führt. Alternativen zur Kündigung sind Beitragsfreistellung, Policenverkauf auf dem Zweitmarkt oder Policenbeleihung für kurzfristigen Liquiditätsbedarf.

Hintergrund

Der Lebensversicherungs-Zweitmarkt ermöglicht den Verkauf einer Versicherungspolice an spezialisierte Unternehmen, die häufig mehr als den Rückkaufswert zahlen. Die Beitragsfreistellung behält die Versicherung aktiv, ohne weitere Beiträge zu entrichten, reduziert aber die spätere Leistung. Bei klassischen Lebensversicherungen mit garantierten Zinsen kann eine Freistellung sinnvoll sein, wenn die Verzinsung attraktiv ist. Riester- oder Rürup-Verträge haben bei Kündigung spezifische steuerliche Konsequenzen. Bei der Beitragsfreistellung bleibt die Versicherung aktiv, die Ablaufleistung wird aber auf Basis der bereits eingezahlten Beiträge reduziert berechnet. Bei klassischen Versicherungen mit attraktivem Garantiezins kann eine Freistellung vorteilhafter als eine Kündigung sein.

Praktische Hinweise für Ärzte

Ärzte, die ihre Lebensversicherung kündigen möchten, sollten zunächst alle Alternativen prüfen und sich von einem unabhängigen Berater beraten lassen. Ärzteversichert analysiert bestehende Versicherungsverträge und zeigt auf, welche Policen gehalten, freigestellt oder optimiert werden sollten, um das Gesamtportfolio zu verbessern.

Quellen

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