Ärzte und Arztpraxen können für verschiedene Verstöße mit Ordnungswidrigkeiten belegt werden. Relevante Bereiche sind Datenschutzverstöße nach DSGVO, Hygienemängel nach Infektionsschutzgesetz, Verstöße gegen das Medizinprodukterecht sowie fehlende Praxisbeschilderung oder Werbeverstöße gegen das Heilmittelwerbegesetz. Bußgelder können je nach Schwere des Verstoßes erhebliche Beträge erreichen, bei DSGVO-Verstößen bis zu 20 Millionen Euro oder vier Prozent des weltweiten Jahresumsatzes.

Hintergrund

Ordnungswidrigkeiten im medizinischen Bereich werden von verschiedenen Behörden verfolgt: Gesundheitsämter für Hygiene, Datenschutzbehörden für DSGVO-Verstöße, Wettbewerbsbehörden für unzulässige Werbung. Die zunehmende Digitalisierung hat die Zahl möglicher Ordnungswidrigkeiten durch neue Datenschutzpflichten erhöht. Präventive Compliance-Maßnahmen sind der beste Schutz vor Ordnungswidrigkeiten. Eine regelmäßige Selbstevaluation der Praxis anhand einer Compliance-Checkliste hilft, potenzielle Verstöße frühzeitig zu erkennen und zu beheben. Externe Compliance-Berater bieten solche Praxisaudits professionell an.

Praktische Hinweise für Ärzte

Praxisinhaber sollten regelmäßige interne Compliance-Prüfungen durchführen und einen betrieblichen Datenschutzbeauftragten einsetzen, wenn dies vorgeschrieben ist. Ärzteversichert empfiehlt eine Rechtsschutzversicherung, die auch behördliche Verfahren und Widersprüche gegen Bußgeldbescheide abdeckt.

Regelmäßige Überprüfungen des gesamten Versicherungsschutzes gehören zur professionellen Praxisführung. Ärzteversichert bietet Ärzten eine strukturierte Jahresanalyse aller relevanten Versicherungsverträge an und deckt dabei Lücken und Einsparpotenziale auf. Ein unverbindliches Erstgespräch hilft, die eigene Absicherung systematisch zu bewerten und gezielt zu optimieren.

Quellen

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