Eine PKV-Anwartschaft sichert das Recht, zu einem späteren Zeitpunkt in die PKV einzutreten, ohne erneute Gesundheitsprüfung und zu den beim Anwartschaftsabschluss geltenden Risikokonditionen. Sie ist besonders relevant für Ärzte in der GKV-Pflichtversicherung (z.B. als Assistenzärzte), die zu einem späteren Zeitpunkt in die PKV wechseln möchten. Die monatliche Prämie für die Anwartschaft ist gering. Im Schadensfall ist die Anwartschaft kein aktiver Versicherungsschutz.
Hintergrund
Für Assistenzärzte, die noch unter der PKV-Pflichtversicherungsgrenze verdienen, ermöglicht die Anwartschaft, sich günstige PKV-Konditionen zu sichern. Mit steigendem Alter steigen die Risikozuschläge bei der PKV, daher ist ein früher Anwartschaftsabschluss vorteilhaft. Bei Eintritt in die Niederlassung kann dann ohne neue Gesundheitsprüfung in den vollen PKV-Schutz gewechselt werden. Einige Anwartschaften schließen auch Leistungen für Vorerkrankungen ein. Besonders wertvoll ist die Anwartschaft bei Personen, die aktuell von der PKV ausgeschlossen wären, weil sie Vorerkrankungen haben. Sie sichert den Zugang zu günstigen Konditionen für die Zukunft.
Praktische Hinweise für Ärzte
Assistenzärzte und Medizinstudenten sollten die PKV-Anwartschaft als sinnvolles Instrument zur langfristigen Absicherung kennenlernen. Ärzteversichert berät zu den optimalen PKV-Anwartschaftsmodellen für jede Phase der ärztlichen Karriere und unterstützt beim späteren Vollübergang in die PKV.
Quellen
- PKV-Verband: Anwartschaftsversicherung
- GDV: PKV und Anwartschaft
- BaFin: Krankenversicherung Informationen
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