Die Rentenberechnung für Ärzte im ärztlichen Versorgungswerk folgt einem Punktesystem: Pro Beitragsjahr erwirbt der Arzt eine bestimmte Anzahl an Versorgungspunkten, deren Geldwert vom jeweiligen Versorgungswerk festgelegt wird. Die monatliche Rente ergibt sich aus der Summe der erworbenen Punkte multipliziert mit dem aktuellen Rentenwert. Dieser Rentenwert wird jährlich von den Versorgungswerken angepasst und kann steigen oder fallen. Eine Hochrechnung der zu erwartenden Rente gibt wichtige Planungsgrundlagen.

Hintergrund

Die ärztlichen Versorgungswerke in Deutschland sind eigenständige berufsständische Versorgungseinrichtungen und unterliegen eigenen Leistungsordnungen. Der Beitrag richtet sich nach dem Einkommen, mindestens aber am Pflichtbeitrag zur gesetzlichen Rentenversicherung orientiert. Wer höhere Beiträge einzahlt, erwirbt mehr Punkte und hat später eine höhere Rente. Versorgungswerke bieten außerdem Berufsunfähigkeitsrenten und Hinterbliebenenversorgung. Die finanzielle Stabilität eines Versorgungswerks zeigt sich in der langfristigen Entwicklung des Rentenwertes und der Deckungsrücklage.

Praktische Hinweise für Ärzte

  • Fordern Sie jährlich eine aktuelle Rentenprognose bei Ihrem ärztlichen Versorgungswerk an und prüfen Sie, ob die erwartete Rente Ihren Lebensstandard sichert.
  • Zahlen Sie freiwillig höhere Beiträge ein, wenn Sie Spielraum haben und die Rendite des Versorgungswerks langfristig attraktiv ist.
  • Beachten Sie, dass Eltern- und Auslandszeiten oft Beitragslücken erzeugen, die die spätere Rente mindern.
  • Kombinieren Sie die Versorgungswerksrente mit einer privaten Altersvorsorge, um eine ausreichende Gesamtversorgung zu erreichen.
  • Ärzteversichert unterstützt Sie bei der Rentenlückenanalyse und der Auswahl ergänzender Vorsorgeprodukte.
  • Verfolgen Sie die jährlichen Berichte Ihres Versorgungswerks zur Rendite- und Bestandsentwicklung.

Quellen


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