Die private Unfallversicherung zahlt eine vereinbarte Invaliditätsleistung, wenn der Versicherte durch einen Unfall dauerhaft körperlich beeinträchtigt wird. Für Ärzte ergänzt sie die gesetzliche Unfallversicherung, die nur bei Arbeits- und Wegeunfällen greift, um einen Rund-um-die-Uhr-Schutz auch im Freizeitbereich. Da Ärzte ihr Arbeitsvermögen für erhebliche Kredite (Praxisfinanzierung) und Einnahmen benötigen, ist ein umfassender Unfallschutz besonders wichtig. Die Unfallversicherung ist sinnvoll, ersetzt aber nicht die Berufsunfähigkeitsversicherung.

Hintergrund

Niedergelassene Ärzte als Selbstständige sind nicht über die Berufsgenossenschaft gesetzlich unfallversichert, es sei denn, sie haben freiwillig eine Mitgliedschaft beantragt. Angestellte Ärzte sind durch die gesetzliche Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege, BGW) bei Arbeitsunfällen geschützt. Unfälle in der Freizeit sind davon nicht erfasst. Private Unfallversicherungen zahlen bei bleibenden Invaliditätsgraden eine Kapitalleistung nach einer festgelegten Gliedertaxe. Die Gliedertaxe definiert, welcher Prozentsatz der Versicherungssumme für den Verlust oder die Funktionsunfähigkeit bestimmter Körperteile gezahlt wird.

Praktische Hinweise für Ärzte

  • Prüfen Sie als niedergelassener Arzt, ob Sie freiwillig in der gesetzlichen Unfallversicherung der BGW versichert sind oder eine private Unfallversicherung benötigen.
  • Achten Sie bei der privaten Unfallversicherung auf eine hochwertige Gliedertaxe und ausreichend hohe Versicherungssummen.
  • Überlegen Sie, ob eine Unfallversicherung mit Progression sinnvoll ist, bei der die Leistung bei höheren Invaliditätsgraden überproportional steigt.
  • Kombinieren Sie Unfallschutz mit einer BU-Versicherung, da Unfälle nur einen kleinen Teil aller Berufsunfähigkeitsursachen ausmachen.
  • Ärzteversichert vergleicht für Sie private Unfallversicherungen und findet die optimale Absicherung für Ihren Bedarf.
  • Überprüfen Sie den Unfallschutz bei sportlichen Hobbys, denn riskante Sportarten können ausgeschlossen sein.

Quellen


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