Die Versicherung für Medizingeräte schützt Arztpraxen vor den finanziellen Folgen eines Ausfalls, einer Beschädigung oder des Diebstahls wertvoller medizinischer Geräte. Moderne Arztpraxen verfügen oft über Geräte im Wert von mehreren Hunderttausend Euro. Eine Elektronikversicherung deckt unerwartete Schäden ab, die nicht durch normalen Verschleiß entstehen. Ohne diesen Schutz kann ein Geräteausfall den Praxisbetrieb für Wochen oder Monate lähmen.
Hintergrund
Die Elektronikversicherung (auch Gerätekaskoversicherung) ist ein Spezialprodukt für technische Anlagen und Geräte. Im Arztbereich sind besonders relevant: Ultraschallgeräte, Röntgenanlagen, Endoskope, Lasersysteme, Laborgeräte und IT-Systeme. Die Praxisinhaltsversicherung deckt standardmäßig Feuer, Einbruch und Leitungswasser, aber nicht elektrische Defekte oder Bedienungsfehler. Eine Elektronikversicherung schließt diese Lücke und deckt auch Reparatur- und Wiederbeschaffungskosten ab. Bei langer Reparaturzeit greift eine ergänzende Betriebsunterbrechungsversicherung für den Umsatzausfall.
Praktische Hinweise für Ärzte
- Erstellen Sie eine vollständige Inventarliste aller Medizingeräte mit Kaufdatum, Kaufpreis und Neuwert.
- Prüfen Sie, ob Ihre bestehende Praxisinhaltsversicherung technische Defekte und Bedienungsfehler abdeckt oder ob eine separate Elektronikversicherung notwendig ist.
- Achten Sie auf eine Versicherung auf Neuwertbasis, da eine Zeitwertversicherung bei teuren Geräten häufig nicht ausreicht.
- Melden Sie neue Geräte nach der Anschaffung sofort Ihrer Versicherung.
- Ärzteversichert prüft für Sie den Elektronikversicherungsschutz und ergänzt Lücken, bevor ein Schadensfall eintritt.
- Kombinieren Sie die Elektronikversicherung mit einer Betriebsunterbrechungsversicherung für den Fall eines längeren Ausfalls.
Quellen
- GDV: Elektronikversicherung für Unternehmen
- Bundesärztekammer: Medizingeräte und Versicherungsschutz
- Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte: Medizinprodukte und Qualitätsanforderungen
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