Psychiater, die eine eigene Praxis gründen, sind in einem Fach tätig, das durch große Versorgungslücken und lange Wartezeiten geprägt ist. Die Nachfrage nach psychiatrischen Leistungen übersteigt vielerorts das Angebot erheblich, was gute wirtschaftliche Perspektiven für neue Praxen eröffnet. Eine sorgfältige Planung sichert den Erfolg.
Hintergrund
Die Zulassung als Psychiater setzt eine Zulassung durch den Zulassungsausschuss und die Facharztanerkennung voraus. In vielen Planungsbereichen bestehen Sonderbedarfszulassungen für Psychiater. Psychiatrische Praxen finanzieren sich über EBM-Positionen für Gesprächsleistungen und Pharmakotherapie. Kooperationen mit Psychotherapeuten sind für ein umfassendes Versorgungsangebot sinnvoll. Die Ausstattung einer psychiatrischen Praxis ist im Vergleich zu technischen Fächern verhältnismäßig kostengünstig, dafür sind Räumlichkeiten für vertrauliche Gesprächsführung besonders wichtig.
Praktische Hinweise für Ärzte
Holen Sie frühzeitig Zulassungsberatung bei Ihrer Kassenärztlichen Vereinigung ein. Planen Sie ausreichend Zeit für Gesprächsleistungen und kalkulieren Sie realistisch. Prüfen Sie Kooperationsmodelle mit Psychotherapeuten oder psychologischen Psychotherapeuten. Achten Sie auf diskrete und einladende Praxisräume.
Ärzteversichert berät Psychiater zu Berufshaftpflichtversicherungen und Praxisversicherungen, die auf die Besonderheiten psychiatrischer Praxen zugeschnitten sind.
Quellen
- KBV: Niederlassung Psychiatrie
- Bundesärztekammer: Weiterbildung Psychiatrie
- GKV-Spitzenverband: Bedarfsplanung
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