Onkologen tragen eine hohe psychische Belastung und sind einem erhöhten Risiko für Erschöpfungssyndrome ausgesetzt. Die BU-Rente muss das tatsächliche Einkommen angemessen absichern, das in der Onkologie je nach Stellung zwischen 6.000 und 15.000 Euro netto monatlich betragen kann.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die BU-Rente sollte 60 bis 70 % des Nettoeinkommens abdecken
  • Für Onkologen mit Privatliquidation empfiehlt sich ein BU-Rentenrahmen von mindestens 4.000 Euro monatlich
  • Psychische Erkrankungen sollten im Vertrag ausdrücklich mitversichert sein

Ausführliche Antwort

Der Einkommensrahmen für Onkologen variiert stark: Ein Assistenzarzt in der Weiterbildung zum Internisten mit Schwerpunkt Onkologie verdient etwa 3.500 bis 4.500 Euro netto, ein Oberarzt 5.000 bis 7.000 Euro und ein niedergelassener Onkologe 7.000 bis über 12.000 Euro monatlich. Die BU-Rente sollte sich an diesen Werten orientieren.

Als Richtwert gilt: 60 bis 70 % des durchschnittlichen Nettomonatseinkommens der letzten 12 Monate vor Eintritt der Berufsunfähigkeit sollten als monatliche BU-Rente fließen. Bei einem Oberarzt-Nettoeinkommen von 5.500 Euro bedeutet das eine BU-Rente von 3.300 bis 3.850 Euro monatlich.

Onkologen sind durch die intensive Arbeit mit Schwerkranken einem erhöhten psychischen Belastungsrisiko ausgesetzt. Die BU-Police muss psychische Erkrankungen ohne pauschale Ausschlüsse einschließen. Eine Nachversicherungsgarantie ist wichtig, um die BU-Rente bei steigendem Einkommen ohne erneute Gesundheitsprüfung anzupassen.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Onkologen sollten den BU-Antrag frühzeitig in der Karriere stellen, bevor stressbedingte Erkrankungen dokumentiert sind. Ärzteversichert vergleicht BU-Tarife speziell für onkologisch tätige Ärzte und empfiehlt Anbieter, die psychische Erkrankungen fair behandeln.

Quellen und weiterführende Informationen

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