Orthopäden mit operativem Schwerpunkt tragen ein hohes BU-Risiko durch körperliche Belastung und Präzisionsarbeit. Die BU-Rente muss das Einkommen ausreichend ersetzen, ohne dabei zu hoch zu sein, was zu Überversicherung führen würde.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Die BU-Rente sollte 60 bis 70 Prozent des Nettojahreseinkommens abdecken.
  • Niedergelassene Orthopäden mit einem Jahresgewinn von 200.000 Euro brauchen eine monatliche BU-Rente von mindestens 5.000 bis 7.000 Euro.
  • Eine Nachversicherungsgarantie im Vertrag ermöglicht die Anpassung der BU-Rente ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Ausführliche Antwort

Orthopäden und Unfallchirurgen erzielen je nach Tätigkeitsschwerpunkt unterschiedliche Einkommen: Niedergelassene orthopädische Chirurgen mit eigenem OP-Zentrum verdienen im Schnitt 200.000 bis 350.000 Euro brutto. Angestellte Oberärzte in orthopädischen Kliniken liegen bei 90.000 bis 130.000 Euro jährlich.

Für einen niedergelassenen Orthopäden mit 200.000 Euro Jahresgewinn und einem Nettoeinkommen nach Steuern von ca. 110.000 Euro pro Jahr (9.200 Euro monatlich) wäre eine BU-Rente von 5.500 bis 6.500 Euro angemessen. Diese deckt die privaten Lebenshaltungskosten und laufende Praxiskosten in der ersten BU-Phase, bis eine Praxisübergabe organisiert ist.

Die Praxisausfallversicherung ergänzt die BU: Während die BU das persönliche Einkommen ersetzt, übernimmt die Praxisausfall- oder Betriebsunterbrechungsversicherung die laufenden Praxiskosten wie Miete, Personallöhne und Geräteleasing.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ärzteversichert empfiehlt Orthopäden, beim BU-Abschluss explizit auf eine fachspezifische Berufsklausel zu bestehen. Die Police sollte auf die konkrete Tätigkeit als "operativ tätiger Orthopäde" abstellen, nicht nur auf den Arztberuf generell. So ist eine Leistungsablehnung wegen abstrakt möglicher Tätigkeit als Gutachter oder Reha-Arzt ausgeschlossen.

Quellen und weiterführende Informationen

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