Antibiotikaresistenz gehört laut Weltgesundheitsorganisation zu den größten globalen Gesundheitsbedrohungen. Für Ärzte eröffnet dieser Trend neue Tätigkeitsfelder in Beratung, Forschung und klinischem Infektionsmanagement. Wer jetzt Expertise in Antibiotikastewardship aufbaut, positioniert sich für eine wachsende Nachfrage.

Hintergrund

Resistente Erreger verlängern Krankenhausaufenthalte und erhöhen die Sterblichkeit erheblich. Das Antibiotic Stewardship (ABS)-Programm, gefördert durch das Robert Koch-Institut, zielt auf den rationalen Antibiotikaeinsatz in Krankenhäusern und Praxen ab. Ärzte mit ABS-Fortbildung sind in Kliniken zunehmend gefragt und können leitende Funktionen im Infektionsmanagement übernehmen. Forschungsförderung durch BMBF und EU unterstützt Studien zu neuen Therapieoptionen und Resistenzmechanismen. In der niedergelassenen Praxis ermöglicht gezielte Resistenztestung und Beratung einen Wettbewerbsvorteil gegenüber weniger spezialisierten Kollegen.

Praktische Hinweise für Ärzte

Absolvieren Sie eine Fortbildung in Antibiotic Stewardship und erwerben Sie das entsprechende Zertifikat. Informieren Sie sich über Fördergelder für Forschungsprojekte zu Antibiotikaresistenz. Bieten Sie in Ihrer Praxis oder Klinik gezielte Beratungsleistungen für Kollegen an. Vernetzen Sie sich mit lokalen Gesundheitsbehörden und Hygienefachkräften.

Neue Tätigkeitsfelder können neue Haftungsrisiken mit sich bringen. Ärzteversichert hilft Ärzten, ihren Versicherungsschutz an erweiterte Tätigkeitsbereiche wie Infektionsberatung und Gutachtenerstellung anzupassen.

Quellen

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