HNO-Ärzte setzen bereits heute eine Vielzahl technischer Geräte ein, von Audiometern bis zu Endoskopen. Die Digitalisierung ermöglicht nun eine nahtlose Integration dieser Daten in die Patientenakte und einen effizienten Datenaustausch mit Kollegen und Patienten. Telekonsile und digitale Hörgeräteversorgung sind weitere wachsende Felder.

Hintergrund

Digitale Audiometrie-Systeme speichern Hörkurven direkt in der Praxissoftware und ermöglichen automatische Verlaufsvergleiche. Endoskopiebilder können digital archiviert und mit Überweisern per KIM-Arztbrief übermittelt werden. Telemedizinische Erstkonsultationen bei Tinnitus, Schwindel oder Hörproblemen sind für geeignete Patientengruppen möglich und werden von einigen Krankenkassen erstattet. Schlafmedizinische Diagnostik bei Schlafapnoe, die häufig im HNO-Bereich durchgeführt wird, profitiert von vernetzten Messgeräten und digitaler Auswertung. Die Hörgeräteversorgung wird zunehmend digital begleitet, etwa durch Apps für die Hörgeräteanpassung.

Praktische Hinweise für Ärzte

Stellen Sie sicher, dass alle Messgeräte digital in Ihre Praxissoftware integriert sind. Führen Sie eine strukturierte Bilddokumentation für endoskopische Befunde ein. Prüfen Sie telemedizinische Angebote für Tinnitus-Beratung oder postoperative Nachsorge. Schulen Sie Ihr Team in der effizienten digitalen Befunddokumentation.

Digitale Befunde können im Haftungsfall entscheidend sein. Ärzteversichert berät HNO-Ärzte zu einer robusten Berufshaftpflichtversicherung, die auch digitale Diagnostikverfahren abdeckt.

Quellen

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