Internisten betreuen häufig chronisch kranke Patienten mit Erkrankungen wie Diabetes, Hypertonie oder Herzinsuffizienz, die besonders von digitaler Verlaufsüberwachung profitieren. Vernetzte Messgeräte, DiGAs und Telemedizin ermöglichen eine engere Betreuung bei weniger Praxisbesuchen. Die Digitalisierung stärkt die koordinierende Funktion des Internisten im Versorgungsnetz.
Hintergrund
Vernetzte Blutzucker- und Blutdruckmessgeräte übermitteln Messwerte automatisch an die Praxissoftware und ermöglichen eine kontinuierliche Verlaufsüberwachung ohne Praxiskonsultation. DiGAs für Bluthochdruck, Diabetes oder Herzinsuffizienz können verordnet werden und ergänzen die ärztliche Behandlung. Telemedizinische Sprechstunden eignen sich für Kontrolluntersuchungen bei stabilen Chronikern und reduzieren die Belastung durch häufige Arzttermine. Die elektronische Patientenakte (ePA) verbessert die Koordination mit Spezialisten und Krankenhäusern erheblich. Laborwerte-Apps mit automatischer Auswertung und Risiko-Alerts sind für internistische Praxen besonders relevant.
Praktische Hinweise für Ärzte
Setzen Sie vernetzte Messsysteme für Ihre Chroniker ein und integrieren Sie die Daten in Ihre Praxissoftware. Verordnen Sie geeignete DiGAs für chronische Erkrankungen und begleiten Sie die Nutzung aktiv. Bieten Sie Telemedizin-Sprechstunden für stabile Patienten an, um Terminkapazitäten zu entlasten. Nutzen Sie die ePA aktiv für den Datenaustausch mit Spezialisten.
Chroniker-Betreuung erfordert lückenlose Dokumentation. Ärzteversichert berät Internisten zur Berufshaftpflicht, die auch digitale Versorgungsformen abdeckt.
Quellen
- Deutsche Gesellschaft für Innere Medizin: Digitalisierung
- BfArM: DiGA-Verzeichnis für Innere Medizin
- KBV: Telemedizin für Internisten
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