Orthopäden haben durch ihre Fachkompetenz gute Möglichkeiten, neben der Haupttätigkeit in Klinik oder Praxis zusätzliche Einnahmequellen zu erschließen. Gutachtertätigkeit, Sportmedizin und Lehre bieten sich besonders an.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Orthopädische Gutachten für Versicherungen, Gerichte und BG (Berufsgenossenschaften) können pro Gutachten 500 bis 2.500 Euro einbringen
- Sportmedizinische Betreuung von Vereinen oder Sportveranstaltungen kann bei großen Vereinen 1.000 bis 3.000 Euro monatlich zusätzlich generieren
- Lehraufträge an Universitäten oder Ausbildungszentren bieten wenig Vergütung, aber wertvolle Netzwerkpflege und berufliche Sichtbarkeit
Ausführliche Antwort
Gutachtertätigkeit ist für Orthopäden eine der einträglichsten Nebentätigkeiten. Rentenversicherungsträger, Berufsgenossenschaften und Versicherungsgesellschaften suchen regelmäßig orthopädische Gutachter. Gerichtsmedizinische Gutachten nach JVEG werden niedriger vergütet als privatärztliche Gutachten für Haftpflichtversicherungen. Ein Orthopäde mit 50 Gutachten pro Jahr kann damit 25.000 bis 80.000 Euro zusätzlich einnehmen.
Sportmedizinische Nebentätigkeit erfordert die Zusatzbezeichnung Sportmedizin, eröffnet aber auch die Betreuung professioneller Sportteams. Für Bundesligavereine werden Mannschaftsärzte teils mit fixen Jahreshonoraren von 10.000 bis 40.000 Euro entlohnt. Daneben bietet die Niederlassung als Belegarzt in einer orthopädischen Reha-Einrichtung die Möglichkeit, ohne eigene Praxis privatärztliche Leistungen abzurechnen.
Worauf Ärzte besonders achten sollten
Wer gutachterlich tätig ist, sollte sicherstellen, dass die Berufshaftpflicht gutachterliche Tätigkeiten einschließt. Viele Standardpolicen decken nur die unmittelbare Behandlung ab. Ärzteversichert prüft den bestehenden Versicherungsschutz und ergänzt ihn gezielt.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesärztekammer – Gutachtertätigkeit
- Kassenärztliche Bundesvereinigung – Nebentätigkeiten
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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