Palliativmedizin hat besondere Anforderungen an die Digitalisierung, da sie auf die Bedürfnisse schwerkranker und sterbender Menschen ausgerichtet ist. Digitale Lösungen müssen hier einfühlsam eingesetzt werden, können aber die Kommunikation im multiprofessionellen Team und mit Angehörigen erheblich verbessern. Telemedizinische Angebote ermöglichen die Begleitung von Palliativpatienten zuhause ohne belastende Krankenhausfahrten.

Hintergrund

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung (SAPV) erfordert eine enge Vernetzung von Ärzten, Pflegekräften, Hospizdiensten und sozialen Diensten. Digitale Kommunikationsplattformen erleichtern die Koordination und sichern die Informationskontinuität im multiprofessionellen Team. Elektronische Patientenverfügungen und Vorsorgeunterlagen können über die ePA zugänglich gemacht werden und gewährleisten, dass Patientenwünsche im Notfall bekannt sind. Digitale Schmerzerfassungs-Apps ermöglichen eine kontinuierliche Symptomerfassung durch Patienten und Angehörige. Telekonsile mit Palliativspezialisten unterstützen Hausärzte bei der Versorgung von Palliativpatienten in ländlichen Regionen.

Praktische Hinweise für Ärzte

Nutzen Sie sichere digitale Kommunikationsplattformen für die Teamkommunikation im SAPV-Team. Fördern Sie die Nutzung der ePA zur Hinterlegung von Patientenverfügungen und Notfallplänen. Prüfen Sie geeignete Symptom-Erfassungs-Apps für Palliativpatienten, die auch von Angehörigen genutzt werden können. Implementieren Sie telemedizinische Beratungszeiten für Angehörige und Pflegende.

Palliativmedizin erfordert besonders sorgfältige Dokumentation. Ärzteversichert berät Palliativmediziner zu Berufshaftpflichtlösungen, die den spezifischen Anforderungen dieser Fachrichtung gerecht werden.

Quellen

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