Pathologen können ihre Praxis nachhaltig gestalten, indem sie auf digitale Pathologie setzen, Labormaterialien ressourcenschonend einsetzen und auf eine ordnungsgemäße Chemikalienentsorgung achten. Nachhaltigkeit und wirtschaftlicher Praxisbetrieb schließen sich dabei nicht aus, sondern ergänzen sich häufig sinnvoll.

Hintergrund

Pathologische Praxen und Institute verursachen durch Formalin, Paraffinwachs und Lösungsmittel erhebliche Umweltbelastungen. Digitale Pathologie, bei der histologische Schnitte als hochauflösende Scans erfasst und digital befundet werden, reduziert physischen Materialverbrauch und Transportwege. Bundesländer haben zudem zunehmend strengere Anforderungen an die Entsorgung von Laborchemikalien. Green-Health-Initiativen wie die vom Deutschen Ärzteblatt unterstützte Initiative "Healthy Planet Healthy People" bieten Orientierung. Förderprogramme der KfW unterstützen Investitionen in Energieeffizienz und digitale Infrastruktur.

Praktische Hinweise für Ärzte

Prüfen Sie Fördermöglichkeiten über die KfW oder regionale Programme für die Anschaffung eines digitalen Slide-Scanners. Schließen Sie einen Vertrag mit einem zertifizierten Sonderabfallentsorger für Laborchemikalien ab. Lassen Sie die Belüftungsanlage und Kühlung des Labors durch einen Energieberater optimieren. Ärzteversichert berät Sie zu Umwelthaftpflichtversicherungen für den Fall eines Chemikalienaustritts und zu Versicherungen für teure Laborgeräte.

Quellen

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