Psychiater können ihre Praxis durch den Einsatz digitaler Tools in Patientenkommunikation, Dokumentation und Therapieunterstützung schrittweise modernisieren. Von der Online-Terminbuchung über die Videosprechstunde bis zur elektronischen Patientenakte bieten sich zahlreiche Ansatzpunkte, die Effizienz und Patientenzufriedenheit steigern.

Hintergrund

Die Telematikinfrastruktur (TI) verpflichtet Vertragsärzte zur Anbindung. Die elektronische Patientenakte (ePA) wird ab 2025 für alle GKV-Versicherten eingeführt. Für Psychiater sind zusätzlich DSGVO-konforme Lösungen zum Schutz besonders sensibler psychischer Gesundheitsdaten von zentraler Bedeutung. Digitale Therapieunterstützungstools wie zugelassene DiGA (Digitale Gesundheitsanwendungen) können als verschreibungsfähige Ergänzung zu Psychotherapie eingesetzt werden. Videosprechstunden werden in der psychiatrischen Versorgung vor allem für Folgebehandlungen und stabile Patienten genutzt und sind nach EBM abrechnungsfähig.

Praktische Hinweise für Ärzte

Achten Sie bei der Auswahl digitaler Tools auf DSGVO-Konformität und besondere Anforderungen an psychotherapeutische Daten. Schulen Sie Ihr Team im Umgang mit neuen Systemen. Prüfen Sie mit Ärzteversichert, ob Ihre Cyberversicherung den gestiegenen Anforderungen entspricht. Setzen Sie Investitionen in Digitalisierung steuerlich als Betriebsausgaben ab und prüfen Sie Förderung über den Digitalpakt Gesundheit.

Quellen

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