Sportmediziner können vom Innovationsfonds des G-BA profitieren, indem sie Förderprojekte zur Prävention von Erkrankungen durch Bewegung, zur besseren Vernetzung von Rehasport und medizinischer Versorgung oder zur digitalen sportmedizinischen Betreuung entwickeln. Der Fonds finanziert sowohl neue Versorgungsformen als auch Versorgungsforschung.
Hintergrund
Bewegung und Sport haben nachgewiesene präventive Wirkungen bei kardiovaskulären Erkrankungen, Diabetes und psychischen Erkrankungen. Projekte, die sportmedizinische Expertise in die Primärprävention einbinden, haben im Innovationsfonds gute Förderchancen. Antragsberechtigte sind Krankenkassen gemeinsam mit Leistungserbringern, also auch sportmedizinischen Praxen oder Fachgesellschaften. Projektanträge müssen die formalen Anforderungen des G-BA erfüllen und klare messbare Versorgungsziele benennen. Das Fördervolumen beträgt bis zu mehreren Millionen Euro pro Projekt.
Praktische Hinweise für Ärzte
Entwickeln Sie ein Projektkonzept zur sportmedizinischen Prävention mit messbaren Endpunkten wie Bewegungsaktivität oder Diabetesrisiko. Suchen Sie eine GKV als Pflichtantragstellerin und binden Sie ggf. die Deutsche Sporthochschule oder eine Universität ein. Ärzteversichert berät Sie zu Versicherungsfragen bei Forschungskooperationen. Prüfen Sie außerdem Landesförderprogramme für Prävention und Gesundheitsförderung.
Quellen
- G-BA – Innovationsfonds
- GKV-Spitzenverband – Innovationsfonds
- Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung – Prävention
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