Urologen können ihre Praxis schrittweise digitalisieren, indem sie Online-Terminbuchung einführen, Videosprechstunden für Folgekonsultationen anbieten, digitale Auswertungstools für urodynamische Messungen einsetzen und die elektronische Patientenakte vollständig nutzen. Digitalisierung spart Zeit und verbessert die Qualität der Patientenversorgung.

Hintergrund

Urologische Praxen nutzen bereits heute oft Bildgebungssoftware für Ultraschall und Endoskopie. Die TI-Anbindung mit elektronischer Patientenakte ist für Vertragsärzte verpflichtend. Urodynamische Messsoftware ermöglicht die digitale Auswertung und standardisierte Dokumentation von Blasenfunktionsstörungen. Videosprechstunden sind für Verlaufskontrollen bei chronischen Erkrankungen wie Inkontinenz oder Prostataleiden gut geeignet. Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA) für Inkontinenztherapie sind bereits im DiGA-Verzeichnis des BfArM gelistet und können verschrieben werden.

Praktische Hinweise für Ärzte

Führen Sie eine strukturierte Bestandsaufnahme Ihrer IT-Infrastruktur durch. Prüfen Sie zugelassene DiGA für Ihre Fachrichtung und informieren Sie Patienten über diese Möglichkeit. Klären Sie mit Ärzteversichert den Versicherungsschutz für IT-Ausstattung und Cyberrisiken. Nutzen Sie den Investitionsabzugsbetrag für steuerlich vorteilhafte Digitalisierungsinvestitionen.

Quellen

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