Zahnärzte können ihre Praxis nachhaltig gestalten, indem sie auf digitale Abformung ohne Alginat umstellen, energieeffiziente Autoklaven und Kompressoren nutzen, Amalgam korrekt entsorgen und bei Zahnersatzmaterialien auf nachhaltige Alternativen setzen. Zahnarztpraxen haben durch ihren Materialverbrauch und Energieeinsatz erhebliche Umweltwirkungen.
Hintergrund
Amalgam enthält Quecksilber und unterliegt strengen Entsorgungsvorschriften gemäß EU-Quecksilberverordnung. Die Verwendung von Dentalamalgam ist seit 2025 für bestimmte Patientengruppen eingeschränkt. Digitale Abformungen ersetzen Alginate und reduzieren Materialabfall. Moderne Sterilisatoren und Kompressoren der neuesten Generation verbrauchen deutlich weniger Energie als ältere Modelle. Nachhaltige Zahntechniklabors und Dentalhandel bieten zunehmend zertifizierte Produkte an. Die Initiative "GreenDentistry" vernetzt Zahnärzte, die Nachhaltigkeit in ihrer Praxis umsetzen möchten.
Praktische Hinweise für Ärzte
Schließen Sie einen Vertrag mit einem zertifizierten Amalgamentsorger ab. Prüfen Sie die Umrüstung auf digitale Abformsysteme und Intraoralkameras. Klären Sie mit Ärzteversichert, ob Ihre Umwelthaftpflicht Schäden durch fehlerhafte Chemikalienentsorgung einschließt. Nutzen Sie KfW-Förderprogramme für energieeffiziente Betriebsausstattung.
Quellen
- Bundeszahnärztekammer – Nachhaltigkeit
- Umweltbundesamt – Quecksilber und Amalgam
- KfW – Energieeffizienz Gewerbe
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