Eine Kündigung oder ein Wechsel der Berufsunfähigkeitsversicherung will bei Ärzten gut überlegt sein, da eine neue Versicherung eine erneute Gesundheitsprüfung erfordert. Wer im Laufe der Jahre Vorerkrankungen entwickelt hat, riskiert beim Wechsel schlechtere Konditionen oder Ablehnungen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Vor jeder Kündigung sollte der neue BU-Vertrag abgeschlossen und bestätigt sein
- Erneute Gesundheitsprüfung beim Wechsel kann zu Ausschlüssen oder höheren Beiträgen führen
- Beitragsfreistellung ist eine Alternative zur Kündigung, wenn der Vertrag nicht mehr bezahlbar ist
Ausführliche Antwort
Eine BU-Versicherung kann jederzeit zum Ende des laufenden Versicherungsjahres mit einer Frist von einem Monat gekündigt werden. Bei einer Kündigung ohne neuen Vertrag entsteht eine Deckungslücke, die für Ärzte existenzbedrohend sein kann. Der erste Schritt sollte daher immer der Abschluss eines neuen Vertrags mit Policenbestätigung sein, bevor die alte Police gekündigt wird.
Beim Wechsel zu einem besseren Tarif muss beachtet werden, dass alle gesundheitlichen Ereignisse seit dem letzten Antrag angegeben werden müssen. Rücken- oder Gelenkbeschwerden, psychische Episoden oder chronische Erkrankungen, die inzwischen diagnostiziert wurden, können zu Risikozuschlägen oder Ausschlussklauseln führen. In solchen Fällen lohnt es sich oft, die bestehende Police trotz höherer Beiträge weiterzuführen.
Eine Alternative zur Kündigung ist die Beitragsfreistellung: Der Vertrag läuft weiter, aber der Arzt zahlt keine Prämien mehr. Die bisher aufgebaute BU-Rente wird entsprechend reduziert. Diese Option schützt den Versicherungsschutz bei vorübergehenden finanziellen Engpässen, etwa in Elternzeit oder Studienurlaub.
Worauf Ärzte besonders achten sollten
Ärzte sollten ihre BU-Police mindestens alle fünf Jahre auf Anpassungsbedarf prüfen, ohne voreilig zu kündigen. Ärzteversichert analysiert auf Anfrage, ob eine bestehende BU-Versicherung noch zu Lebenssituation und Einkommen passt, und empfiehlt nur dann einen Wechsel, wenn dies medizinisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.
Quellen und weiterführende Informationen
- GDV – Berufsunfähigkeitsversicherung Tipps
- BaFin – Versicherungsrecht
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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