Berufsunfähigkeitsversicherung und Grundfähigkeitsversicherung sind zwei unterschiedliche Produkte, die nicht direkt miteinander verglichen werden können. Für Ärzte ist die BU in aller Regel die bessere Wahl, da sie berufsspezifisch ausgestaltet werden kann. Dennoch kann eine Grundfähigkeitsversicherung als Ergänzung sinnvoll sein.
Hintergrund
Die Grundfähigkeitsversicherung zahlt, wenn bestimmte definierte körperliche Grundfähigkeiten wie Sehen, Hören, Gehen oder die Benutzung der Hände eingeschränkt sind. Sie ist in der Regel günstiger als eine BU und erfordert keine so detaillierten Gesundheitsfragen. Für Ärzte, die wegen Vorerkrankungen keine BU mehr abschließen können, kann sie eine Alternative sein. Als alleiniger Schutz ist sie für Ärzte jedoch nicht ausreichend, da sie nicht auf die spezifischen beruflichen Anforderungen von Medizinern zugeschnitten ist. Beide Verträge können unabhängig voneinander gekündigt werden.
Praktische Hinweise für Ärzte
Prüfen Sie mit Ärzteversichert, ob Sie aufgrund Ihres Gesundheitszustands noch eine vollwertige BU abschließen können, bevor Sie auf eine Grundfähigkeitsversicherung ausweichen. Wenn beide Produkte vorhanden sind, überprüfen Sie, ob sie sich inhaltlich überschneiden und ob eine Straffung sinnvoll ist. Kündigen Sie keine bestehende BU zugunsten einer Grundfähigkeitsversicherung, ohne vorher eine eingehende Beratung erhalten zu haben.
Quellen
- BaFin – Versicherungsprodukte
- GDV – Grundfähigkeitsversicherung
- Bundesärztekammer – Absicherung
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