Ein Family Office übernimmt die umfassende Vermögensverwaltung für vermögende Ärzte und koordiniert Investments, Steuer, Versicherungen und Nachfolgeplanung. Wer den Anbieter wechseln möchte, muss Vertragsfristen, Depotübertragungen und steuerliche Konsequenzen beachten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Multi-Family-Office-Verträge haben typischerweise Laufzeiten von 1 bis 3 Jahren und Kündigungsfristen von 3 bis 6 Monaten
  • Bei einem Wechsel müssen Wertpapierdepots übertragen werden, was Depotübertragungskosten von 0 bis 0,5 Prozent des Depotwerts verursachen kann
  • Fondspositionen und illiquide Investments können nicht kurzfristig übertragen werden und erfordern individuelle Vereinbarungen

Ausführliche Antwort

Family Offices für Ärzte beginnen typischerweise bei einem zu verwaltenden Vermögen von 2 Millionen Euro aufwärts. Die Jahresgebühr liegt zwischen 0,5 und 1,5 Prozent des Vermögens, bei 3 Millionen Euro also 15.000 bis 45.000 Euro jährlich. Wer zu einem anderen Anbieter wechseln möchte, sollte zunächst den bestehenden Vertrag auf Laufzeitbindungen und Kündigungsklauseln prüfen.

Die technische Übertragung eines Wertpapierdepots dauert in der Regel 3 bis 6 Wochen. Dabei werden Wertpapiere in natura übertragen, es entstehen keine Steuertatbestände. Schwieriger ist die Übertragung von Fonds mit bestehenden Zeichnungsverträgen oder Private-Equity-Beteiligungen, die häufig nicht ohne weiteres übertragbar sind. In solchen Fällen muss entschieden werden, ob die Position aufgelöst oder beim alten Anbieter verwaltet weiterläuft.

Worauf Ärzte beim Family-Office-Wechsel besonders achten sollten

Vor dem Wechsel ist eine unabhängige Analyse des bestehenden Portfolios empfehlenswert. Ärzteversichert empfiehlt, beim Family-Office-Wechsel auch die Versicherungsseite zu überprüfen, da viele Family Offices Versicherungsprodukte als Teil ihres Angebots integriert haben, die nach dem Wechsel eventuell neu geordnet werden müssen.

Quellen und weiterführende Informationen

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