Neurologen haben ein erhöhtes BU-Risiko durch Nadelstichverletzungen, psychische Belastung durch Palliativbehandlungen und die hohe Verantwortung bei invasiven Diagnostiken. Beim Wechsel der BU-Versicherung sind einige Besonderheiten zu beachten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Eine laufende BU-Versicherung kann ordentlich zum Jahresende gekündigt werden, Sonderkündigungsrechte bestehen nach Beitragserhöhungen.
  • Beim Wechsel zu einem neuen Anbieter ist eine erneute Gesundheitsprüfung notwendig, die vorhandene Vorerkrankungen ausschließen kann.
  • Neurologen sollten auf eine "bedingungsgemäße BU" mit konkreter Berufsklausel bestehen: Nicht arbeitsfähig in der bisherigen Tätigkeit als Neurologe.

Ausführliche Antwort

Der Wechsel einer BU-Versicherung ist für Neurologen risikobehaftet: Der neue Versicherer führt eine vollständige Gesundheitsprüfung durch. Wer in den vergangenen Jahren psychische Beschwerden, Rückenprobleme oder neurologische Erkrankungen hatte, riskiert Leistungsausschlüsse oder Risikozuschläge. Deshalb gilt grundsätzlich: Bestehende BU-Versicherungen nur wechseln, wenn der neue Vertrag nachweislich besser ist.

Wenn ein Wechsel dennoch sinnvoll erscheint, weil der aktuelle Anbieter eine unzureichende Berufsklausel enthält, sollte folgende Reihenfolge eingehalten werden: Zuerst beim neuen Versicherer anonyme Risikovoranfrage stellen, dann erst beim alten Versicherer kündigen. So bleibt der Versicherungsschutz nahtlos erhalten.

Neurologen sollten darauf achten, dass der neue Vertrag die Klausel zur "abstrakten Verweisung" ausschließt. Ohne diese Klausel kann der Versicherer bei BU darauf verweisen, dass der Arzt theoretisch andere Tätigkeiten ausüben könnte, was zur Ablehnung der Leistung führt.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ärzteversichert begleitet Neurologen beim BU-Wechsel mit anonymen Risikovoranfragen bei mehreren Gesellschaften gleichzeitig. So entstehen keine Einträge in der HIS-Datenbank, die zukünftige Versicherungsabschlüsse erschweren könnten. Eine unabhängige Beratung lohnt sich vor jedem Wechsel.

Quellen und weiterführende Informationen

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