Ärzte in den 30ern haben in der Regel ihr Einkommen stabilisiert und stehen vor der Frage, ob bestehende Vermögensaufbauverträge noch passen oder angepasst werden sollten. Ein Wechsel oder eine Kündigung älterer Spar- und Vorsorgeprodukte lohnt sich oft, da günstigere und flexiblere Alternativen wie ETF-Sparpläne oder moderne Rentenversicherungen erhebliche Kosteneinsparungen bringen. Allerdings sind steuerliche und versicherungsrechtliche Aspekte genau zu prüfen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Fondspolicen und klassische Kapitallebensversicherungen aus den frühen Berufsjahren haben oft hohe Kostenstrukturen und sollten auf Effizienz überprüft werden
  • Bei der Kündigung einer Lebensversicherung vor zwölf Jahren Laufzeit entfällt die Steuerfreiheit auf die Erträge
  • Ein Wechsel in einen ETF-Sparplan über ein Depot ist kostengünstiger als eine Fondpolice, bietet aber keinen Versicherungsschutz

Ausführliche Antwort

Ärzte, die in den frühen Weiterbildungsjahren Riester-Verträge, fondsgebundene Lebensversicherungen oder Bausparverträge abgeschlossen haben, merken in den 30ern oft, dass diese Produkte nicht mehr zu ihrer Einkommens- und Steuersituation passen. Riester-Verträge sind für Pflichtversicherte in der GRV konzipiert und eignen sich für Mitglieder berufsständischer Versorgungswerke in der Regel nicht.

Beim Wechsel von einer Fondspolice zu einem kostengünstigeren ETF-Sparplan oder einer modernen Nettopolice (ohne Abschlussprovision) können die laufenden Kosten von oft 2 bis 3 Prozent auf unter 0,5 Prozent pro Jahr sinken. Über eine Laufzeit von 30 Jahren macht das einen erheblichen Unterschied im Endkapital.

Vor einer Kündigung sollte geprüft werden: Gibt es einen Rückkaufswert? Sind Versicherungsleistungen eingebettet, die separat weitergeführt werden müssen (z. B. BU-Zusatzversicherung)? Kann der Vertrag beitragsfrei gestellt statt gekündigt werden, um steuerliche Vorteile zu erhalten?

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ein unabhängiger Vergleich der Optionen ist in dieser Situation entscheidend. Ärzteversichert bietet Ärzten in den 30ern eine kostenlose Analyse bestehender Vorsorgeprodukte an und zeigt konkret auf, ob ein Wechsel oder eine Kündigung wirtschaftlich sinnvoll ist.

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