Das erste eigene Gehalt eines Medizinstudenten, oft aus Werkstudenten-Jobs, Pflegediensten oder dem PJ, ist eine große Chance für einen frühen Finanzstart. Wer bereits im Studium mit kleinen Beträgen beginnt, profitiert enorm vom Zinseszinseffekt über die langen Karrieredekaden hinweg.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Auch kleine Beträge von 50 bis 100 Euro monatlich in einem ETF-Sparplan können langfristig erheblichen Vermögensaufbau bewirken
- Der Abschluss einer BU-Versicherung im Studium sichert günstige Beiträge und einfache Gesundheitsprüfung
- Ein separates Tagesgeldkonto für Rücklagen ist die Basis vor dem Investment
Ausführliche Antwort
Viele Medizinstudenten verdienen im Studium 400 bis 800 Euro monatlich, etwa als studentische Hilfskraft, im Pflegebereich oder durch die PJ-Aufwandsentschädigung. Nach Abzug von Miete und Lebenshaltungskosten bleiben selten mehr als 100 bis 200 Euro übrig. Genau dieser Betrag sollte langfristig angelegt werden.
Der einfachste Einstieg ist ein ETF-Sparplan auf einen breiten Weltindex wie den MSCI World oder den MSCI All Country World. Viele Direktbanken bieten Sparpläne ab 25 Euro monatlich ohne Depotgebühren an. Wer mit 23 Jahren mit 100 Euro monatlich beginnt und dies über 40 Jahre beibehält, kann bei einer angenommenen Rendite von 6 % jährlich ein Vermögen von über 200.000 Euro aufbauen.
Wichtiger als das erste Investment ist der Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung im Studium. Studenten sind in der Regel kerngesund und haben keine relevanten Vorerkrankungen. Ein BU-Vertrag, der während des Medizinstudiums abgeschlossen wird, kostet oft 30 bis 50 Euro monatlich und kann später per Nachversicherungsgarantie aufgestockt werden.
Worauf Ärzte besonders achten sollten
Medizinstudenten sollten nicht auf das erste große Assistenzarztgehalt warten, um mit der Finanzplanung zu beginnen. Ärzteversichert berät Medizinstudenten kostenlos, welche Absicherung und welche Sparform in der Studienphase am sinnvollsten ist.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesfinanzministerium – Altersvorsorge
- GDV – Berufsunfähigkeitsversicherung
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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