Für Ärzte, die bereits in Teilzeit arbeiten, ist die Planung eines Sabbaticals besonders komplex. Das reduzierte Einkommen in der Teilzeitphase begrenzt die Sparkapazität für das Sabbatical, und die ohnehin geringere Kammerpräsenz muss berücksichtigt werden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Teilzeitärzte müssen für ein Sabbatical mehr vorab sparen, da das Ausgangseinkommen geringer ist als bei Vollzeitkräften
  • Wertguthabenmodelle sind auch in Teilzeit aufbaubar, erfordern aber längere Ansparzeit
  • Während des Sabbaticals müssen Versicherungen aktiv ruhen gestellt werden, um Beiträge zu sparen

Ausführliche Antwort

Ein Arzt in Teilzeit mit 50 bis 75 Prozent Beschäftigung verdient je nach Fachgebiet und Karrierestufe zwischen 35.000 und 70.000 Euro netto jährlich. Für ein Sabbatical von sechs Monaten muss dementsprechend eine Reserve von 17.500 bis 35.000 Euro aufgebaut werden. Diese Summe zu sparen dauert bei einer Sparrate von 500 Euro monatlich drei bis sechs Jahre.

Der Vorteil von Teilzeit beim Sabbatical ist die bereits eingeübte Work-Life-Balance: Wer ohnehin nicht vollzeit arbeitet, hat meist eine klarere Vorstellung davon, wie er eine Auszeit gestalten möchte. Praktisch sollte das Sabbatical mit dem Arbeitgeber frühzeitig besprochen werden, da für Teilzeitärzte Wertguthabenmodelle nach dem SGB IV eine Möglichkeit sind, bezahlte Auszeiten zu finanzieren.

Worauf Ärzte in Teilzeit bei der Sabbaticalplanung besonders achten sollten

Die Berufshaftpflicht muss während des Sabbaticals ruhend gestellt werden, sofern keine ärztliche Tätigkeit ausgeübt wird. Ärzteversichert empfiehlt, die Ruhestellung frühzeitig zu beantragen und alle weiteren Policen auf ihre Anpassungsfähigkeit zu prüfen, um die laufenden Kosten während der Auszeit zu minimieren.

Quellen und weiterführende Informationen

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