Auch wenn der Ruhestand für Medizinstudenten noch in weiter Ferne liegt, lohnt sich ein früher Blick auf die Altersvorsorge. Wer bereits im Studium die Grundlagen versteht, trifft nach der Approbation bessere Entscheidungen zum Versorgungswerk und zu ergänzenden Sparformen.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Ärzte sind in der Regel Pflichtmitglied im berufsständischen Versorgungswerk, nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung
- Je früher begonnen wird, desto stärker wirkt der Zinseszinseffekt bei ergänzender privater Vorsorge
- Das Versorgungswerk-Eintrittsalter beginnt mit der Kammerzulassung, also in der Regel direkt nach der Approbation
Ausführliche Antwort
Medizinstudenten, die über den Ruhestand nachdenken, sollten zunächst verstehen, dass Ärzte nach der Approbation automatisch Mitglied in einem berufsständischen Versorgungswerk werden. Die Beiträge richten sich nach dem Einkommen und orientieren sich am Beitragssatz der gesetzlichen Rentenversicherung, also rund 18,6 Prozent des Bruttoeinkommens. Das Versorgungswerk funktioniert kapitalgedeckt und bietet neben der Altersrente auch Berufsunfähigkeitsschutz und Hinterbliebenenversorgung.
Im Studium selbst entstehen zunächst kaum Versorgungswerk-Ansprüche, da keine Beiträge eingezahlt werden. Wer im Nebenjob oder als Werkstudent arbeitet, ist unter Umständen in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert. Diese Ansprüche gehen beim Wechsel ins Versorgungswerk nicht verloren, liefern aber bei kurzen Einzahlungszeiten nur geringe Rentenansprüche.
Für die langfristige Planung empfiehlt sich ein ergänzender Aufbau privater Altersvorsorge. Bereits mit einem Betrag von 100 bis 200 Euro monatlich ab Beginn der Assistenzarztstelle kann durch Zinseszinseffekte über 35 bis 40 Jahre Berufstätigkeit ein erhebliches Kapital aufgebaut werden. ETF-Sparpläne und Rürup-Renten sind für Ärzte besonders steuerlich attraktive Optionen.
Worauf Ärzte besonders achten sollten
Medizinstudenten sollten frühzeitig Beratung zur Altersvorsorge suchen. Ärzteversichert begleitet Ärzte von der Approbation bis zum Ruhestand und hilft, die verschiedenen Vorsorgebausteine optimal aufeinander abzustimmen.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesministerium der Finanzen – Altersvorsorge
- Bundesärztekammer – Versorgungswerk
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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