Medizinstudenten, die während des Studiums oder direkt nach dem Staatsexamen Eltern werden, haben besondere finanzielle Herausforderungen, da sie kein reguläres Einkommen beziehen. Elterngeld ist auch für Studierende möglich, wird aber auf Basis des Einkommens der letzten zwölf Monate vor der Geburt berechnet. Bei fehlendem Erwerbseinkommen erhalten Elternteile den Mindestbetrag von 300 Euro monatlich (Basiselterngeld).

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Medizinstudierende ohne eigenes Einkommen erhalten Mindestelterngeld von 300 Euro monatlich für bis zu 14 Monate (bei beiden Elternteilen)
  • Wer als studentische Hilfskraft oder Werkstudent gearbeitet hat, kann auf Basis dieses Einkommens ein höheres Elterngeld beziehen
  • Bafög-Empfänger können bei Elternschaft Sonderregelungen nutzen, die das Bafög bis zu fünf Semester verlängern

Ausführliche Antwort

Medizinstudenten, die kurz vor dem Staatsexamen stehen und gleichzeitig Eltern werden, sollten prüfen, ob eine kurze Unterbrechung des Studiums (Beurlaubung) sinnvoll ist. Eine Beurlaubung verhindert, dass Prüfungsfristen verstreichen, und schützt in manchen Bundesländern die Krankenversicherungspflicht über die studentische Krankenversicherung.

Das Elterngeld Plus ermöglicht die doppelte Bezugszeit bei halber Auszahlung. Es ist für Medizinstudenten attraktiv, die nach der Geburt das Studium in Teilzeit weiterführen möchten. Der Bezug kann auf bis zu 28 Monate gestreckt werden.

Die Finanzplanung für studierende Eltern sollte auch die PKV-Situation einschließen: Wer als Kind bei den Eltern privat mitversichert ist, verliert den Schutz in der Regel mit 25 Jahren oder bei eigenem Einkommen. Ein rechtzeitiger Wechsel in einen günstigen Studenten- oder Berufseinsteigertarif vermeidet unerwartete Beitragssprünge.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Medizinstudenten als Eltern sollten frühzeitig eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen, da der Gesundheitszustand in jungen Jahren optimal ist und die Beiträge dauerhaft niedrig bleiben. Ärzteversichert berät junge Mediziner zu erschwinglichen BU-Tarifen und zu Absicherungsstrategien rund um Studium und Familiengründung.

Quellen und weiterführende Informationen

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