Ein Vermögensverwalter übernimmt eigenverantwortlich die Anlageentscheidungen für das Kapital eines Arztes. Wer beginnen möchte, professionelle Vermögensverwaltung zu nutzen, sollte wissen, wie der Einstieg strukturiert ist und welche Voraussetzungen sinnvoll sind.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Vermögensverwaltung lohnt sich in der Regel ab einem Anlagevermögen von 200.000 bis 500.000 Euro, darunter sind ETF-Sparpläne meist kosteneffizienter
  • Gebühren liegen typischerweise bei 0,5 bis 1,5 Prozent p.a. des verwalteten Vermögens, manchmal ergänzt durch erfolgsabhängige Komponenten
  • Vor Vertragsabschluss muss der Verwalter eine vollständige Risikoanalyse und Anlagestrategie dokumentieren (MiFID-II-konforme Geeignetheitsprüfung)

Ausführliche Antwort

Der Einstieg in die professionelle Vermögensverwaltung beginnt mit einem Beratungsgespräch, in dem Ziele, Anlagehorizont und Risikobereitschaft geklärt werden. Typische Fragen: Wie lange kann das Kapital gebunden sein? Wie viel Wertschwankung ist emotional und finanziell tolerierbar? Welche Renditeerwartung ist realistisch? Auf dieser Basis erstellt der Verwalter eine individuelle Anlagestrategie.

Nach Unterzeichnung des Vermögensverwaltungsvertrags wird das Kapital gemäß der vereinbarten Strategie investiert, ohne dass der Arzt jede Einzelentscheidung genehmigen muss. Das spart Zeit und nutzt professionelle Expertise. Regelmäßige Berichte (quartalsweise oder halbjährlich) informieren über die Portfolioentwicklung. Ärzte sollten darauf achten, dass der Verwalter nach § 32 KWG oder als EU-zugelassenes Institut reguliert ist.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Vermögensverwaltung ersetzt keine Versicherungsabsicherung. Ärzteversichert koordiniert Versicherungsstrategie und Kapitalanlageplanung aufeinander, damit BU-Absicherung, Altersvorsorge und freie Kapitalanlage sinnvoll aufeinander abgestimmt sind.

Quellen und weiterführende Informationen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →