Medizinstudenten haben in der Regel ein geringes Einkommen und hohe Ausbildungskosten. Trotzdem ist ein frühzeitiger Start mit dem Sparen sinnvoll, weil der Zinseszinseffekt über Jahrzehnte enorme Kraft entfaltet.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Schon 50 bis 100 Euro monatlich in einen ETF-Sparplan investiert sind besser als gar nichts, selbst wenn BAföG oder Studentenjobs das Budget begrenzen
- Wichtiger als die Sparhöhe ist die Sparregelmäßigkeit: Wer früh automatisiert spart, baut lebenslange Gewohnheiten auf
- Priorität vor dem Sparen hat das Aufbauen eines kleinen Notpuffers von 1.000 bis 2.000 Euro für unerwartete Ausgaben
Ausführliche Antwort
Das monatliche Einkommen eines Medizinstudenten liegt je nach BAföG-Bezug, Nebenjob und familiärer Unterstützung typischerweise zwischen 700 und 1.500 Euro. Nach Abzug von Miete, Lebensmitteln und Studiumskosten bleibt oft wenig übrig. Dennoch empfehlen Finanzexperten, mindestens zehn Prozent des verfügbaren Einkommens zu sparen, also 70 bis 150 Euro monatlich.
Wer 100 Euro monatlich über zehn Jahre (also während Studium und Assistenzarztzeit) in einen MSCI World-ETF anlegt und dabei eine durchschnittliche Rendite von sechs Prozent annimmt, hat am Ende rund 16.000 Euro angesammelt. Wichtig ist die Wahl eines kostengünstigen Neobrokers mit geringen Gebühren, da hohe Kosten die Rendite über lange Zeiträume erheblich reduzieren.
Worauf Medizinstudenten beim Sparen besonders achten sollten
Neben dem Aufbau von Kapital ist das Studium der Zeit das wichtigste Investment. Wer gleichzeitig beginnt, sich mit Versicherungen und Finanzplanung zu beschäftigen, ist im Berufsleben deutlich besser vorbereitet. Ärzteversichert empfiehlt Studierenden, frühzeitig eine BU-Versicherung zu prüfen, da diese in jungen Jahren mit geringen Prämien und ohne Vorerkrankungen abgeschlossen werden kann.
Quellen und weiterführende Informationen
- Bundesministerium für Bildung – BAföG
- Bundesfinanzministerium – Kapitalanlage und Steuern
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
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