Psychische Erkrankungen sind mit rund 30 Prozent die häufigste Ursache für Berufsunfähigkeit in Deutschland. Für Ärzte ist dies besonders relevant, da psychische Erkrankungen wie Burnout, Depression oder Angststörungen oft branchenspezifisch auftreten. Die BU-Versicherung muss psychische Erkrankungen vollständig mitversichern.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Psychische Erkrankungen sind die häufigste Ursache für BU-Leistungsanträge in Deutschland
- Viele BU-Verträge enthalten Ausschlüsse für vorbekannte psychische Erkrankungen oder Burnout
- Eine BU-Versicherung ohne Ausschlüsse für psychische Erkrankungen ist für Ärzte essenziell
Ausführliche Antwort
Bei der Antragstellung einer Berufsunfähigkeitsversicherung werden alle Vorerkrankungen abgefragt, darunter psychische Behandlungen, Psychotherapie und psychiatrische Diagnosen der letzten fünf bis zehn Jahre. Ärzte, die selbst psychologische Unterstützung gesucht haben, riskieren bei der Antragstellung Ausschlüsse für psychische Erkrankungen oder Risikozuschläge. Dies führt dazu, dass der häufigste BU-Auslöser nicht versichert ist.
Der beste Zeitpunkt für den BU-Abschluss ist vor dem Auftreten psychischer Beschwerden, also im Studium, im PJ oder früh in der Assistenzarztzeit. In dieser Phase ist die Gesundheit meist gut, und die Antragsprüfung fällt positiv aus. Wer bereits psychisch behandelt wurde, sollte die vollständige Offenlegung wählen, da verschwiegene Vorerkrankungen zur Leistungsverweigerung führen können.
Für Ärzte, die bereits eine BU-Versicherung haben, ist die Überprüfung der Bedingungen wichtig: Enthält der Vertrag einen Ausschluss für psychische Erkrankungen oder eine zeitliche Beschränkung der Leistungsdauer (zum Beispiel maximal zwei Jahre bei psychischen Erkrankungen)? Solche Klauseln sind in Altverträgen häufig und sollten durch Ergänzungsbausteine oder einen neuen Vertrag behoben werden.
Worauf Ärzte besonders achten sollten
Ärzte, die aktuell psychische Beschwerden haben, sollten keine neue BU-Versicherung mit Vorerkrankungs-Täuschung abschließen. Ärzteversichert hilft Ärzten dabei, ehrliche und vollständige Gesundheitsangaben zu machen und trotzdem den bestmöglichen BU-Schutz zu finden, der psychische Erkrankungen möglichst vollständig einschließt.
Quellen und weiterführende Informationen
- GDV – Berufsunfähigkeitsversicherung Statistik
- Bundesärztekammer – Psychische Erkrankungen bei Ärzten
- Ärzteversichert – Versicherungsmakler für Mediziner
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →