Anders als in der GKV gibt es in der PKV keine kostenfreie Familienversicherung. Jedes Familienmitglied muss einzeln versichert werden, was die Gesamtkosten erheblich erhöhen kann.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kinder benötigen eine eigene PKV-Mitgliedschaft, die monatlich 100 bis 250 Euro kostet.
  • Partner ohne eigenes Einkommen müssen ebenfalls einzeln versichert werden, oft günstiger über die GKV als Freiwillige Mitglied.
  • Wenn der Partner GKV-versichert ist und das Einkommen unter dem Grenzwert liegt, können Kinder kostenfrei über den GKV-Elternteil mitversichert werden.

Ausführliche Antwort

Für PKV-versicherte Ärzte mit Familie entstehen erhebliche monatliche Versicherungskosten: Eigener PKV-Beitrag 400 bis 800 Euro, je 1 Kind 120 bis 200 Euro, Partner ohne Einkommen 200 bis 400 Euro. Bei 2 Kindern und einem nicht berufstätigen Partner summiert sich das schnell auf 900 bis 1.500 Euro monatlich für die gesamte Familie.

Die kostengünstigste Lösung für nicht oder wenig verdienende Partner ist die freiwillige GKV-Mitgliedschaft, sofern die Einkommensgrenze von 5.512,50 Euro monatlich (2025) nicht überschritten wird. Kinder können dann kostenlos über den GKV-Elternteil mitversichert werden, sofern das Einkommen des Arztes nicht zu hoch ist oder der GKV-Elternteil die Hauptbetreuung übernimmt.

Wer alle Familienmitglieder in der PKV versichern möchte, sollte Kindertarife mit guten Leistungen und günstigen Prämien vergleichen. Wichtig: PKV-Kindertarife sind langfristig vorteilhafter, wenn das Kind später selbst in die PKV eintreten möchte, da keine Wartezeiten und keine erneute Gesundheitsprüfung anfallen.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ärzteversichert empfiehlt, die Familienversicherungsstrategie mit einem unabhängigen PKV-Berater zu durchdenken. Die Kostenunterschiede zwischen verschiedenen Familienkonstellationen können jährlich mehrere tausend Euro betragen. Eine strukturierte Planung vor der Familiengründung vermeidet teure Nachkorrekturen.

Quellen und weiterführende Informationen

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