Ärzte haben durch ihr vergleichsweise hohes Einkommen gute Möglichkeiten, ergänzend zum Versorgungswerk Kapital aufzubauen. Dabei sollten Anlagestrategie, Steueroptimierung und Risikostreuung sorgfältig abgestimmt werden.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Ärzte können steuerlich geförderte Altersvorsorge über die Rürup-Rente (§10 EStG) nutzen, die besonders für Selbständige attraktiv ist
  • Breit gestreute ETF-Portfolios bieten langfristig attraktive Renditen bei vertretbarem Risiko
  • Immobilien können als Altersvorsorge dienen, erfordern aber aktives Management und sind weniger liquide

Ausführliche Antwort

Ärzte, die ihre Altersvorsorge über das Versorgungswerk hinaus aufbauen möchten, haben mehrere Optionen. Die steuerlich effizienteste Form ist die Rürup-Rente (Basisrente nach §10 EStG), bei der Beiträge bis zu einer Höchstgrenze als Sonderausgaben absetzbar sind. 2025 liegt der Höchstbetrag bei 27.566 Euro für Alleinstehende. Gerade für Ärzte in der Spitzensteuerprogression mit Grenzsteuersätzen über 42 Prozent ist dies eine attraktive Steuersparlösung.

Für den langfristigen Kapitalaufbau ohne Versicherungsmantel sind ETF-Sparpläne eine transparente und kostengünstige Alternative. Ein diversifiziertes Portfolio aus Welt-ETFs (z.B. MSCI World oder All-Country World) hat historisch langfristige Renditen von 6 bis 8 Prozent jährlich erzielt. Bei einem monatlichen Sparbetrag von 1.000 Euro über 30 Jahre können so bei 7 Prozent Rendite rund 1,2 Millionen Euro angespart werden.

Immobilien als Altersvorsorge sind für Ärzte mit stabilen Einkommen grundsätzlich geeignet, erfordern aber Beachtung von Klumpenrisiken (zu hoher Anteil einer einzelnen Assetklasse), Liquiditätsplanung und die zeitliche Belastung durch Vermietung und Verwaltung. Ein Renditerahmen von 3 bis 5 Prozent brutto ist für Wohnimmobilien in deutschen Großstädten realistisch.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ärzte sollten ihre Kapitalanlage zur Altersvorsorge regelmäßig mit einem unabhängigen Berater überprüfen. Ärzteversichert arbeitet mit erfahrenen Finanzberatern zusammen und integriert die Kapitalanlage in das Gesamtkonzept der ärztlichen Absicherung.

Quellen und weiterführende Informationen

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