Die kostenlose Familienversicherung in der GKV erlaubt es, Kinder beitragsfrei mitzuversichern. Für PKV-versicherte Ärzte stellt sich aber die Frage, ob Kinder in der PKV oder GKV versichert werden sollen.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Kinder GKV-versicherter Eltern können beitragsfrei in der GKV familienversichert werden
  • Bei einem Elternteil in der PKV und einem in der GKV: Kinder können je nach Einkommensverhältnis in der GKV mitversichert werden
  • PKV-versicherte Ärzte zahlen für Kinder eigenständige Kindertarife, die je nach Anbieter 50 bis 200 Euro monatlich kosten

Ausführliche Antwort

Für PKV-versicherte Ärzte, deren Partner ebenfalls privat oder gar nicht versichert ist, müssen Kinder eigenständig krankenversichert werden. Die PKV bietet für Kinder Kindertarife an, die in der Regel günstiger sind als Erwachsenentarife. Der Leistungsumfang entspricht dem gewählten Tarif der Eltern oder kann separat festgelegt werden.

Eine Alternative ist die GKV-Familienversicherung über den Partner, sofern dieser GKV-versichert ist. Die Familienversicherung greift, wenn der Partner GKV-versichert ist und das Einkommen des PKV-versicherten Elternteils nicht mehr als die JAEG beträgt. Da Ärzte in der Regel über der JAEG verdienen, greift diese Option häufig nicht.

Für die Entscheidung, ob Kinder privat oder gesetzlich versichert werden sollen, spielen mehrere Faktoren eine Rolle: die Gesundheitssituation des Kindes, die Leistungsunterschiede zwischen PKV und GKV für Kinder sowie die Langzeitperspektive. Kinder, die in der PKV versichert sind, können später selbst entscheiden, ob sie PKV-versichert bleiben oder in die GKV wechseln wollen.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Die Entscheidung zur Krankenversicherung von Kindern sollte nicht allein nach Kostengründen getroffen werden. Ärzteversichert berät Familien von Ärzten zu der für ihre Situation optimalen Lösung.

Quellen und weiterführende Informationen

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