Private Rentenversicherungen sind für Ärzte eine Ergänzung zur Versorgungswerk-Rente. Dabei gibt es wichtige Unterschiede zwischen klassischen, fondsgebundenen und Rürup-Rentenversicherungen, die den Abschluss beeinflussen sollten.

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Klassische Rentenversicherungen bieten garantierte Leistungen, aber niedrige Renditen im aktuellen Zinsumfeld
  • Fondsgebundene Rentenversicherungen haben höheres Renditepotenzial, aber auch höheres Risiko
  • Die Rürup-Rente (Basisrente) ist steuerlich besonders attraktiv für Selbständige und Hochverdiener

Ausführliche Antwort

Ärzte, die eine private Rentenversicherung als Ergänzung zum Versorgungswerk abschließen möchten, sollten sich zunächst über ihre Ziele Klarheit verschaffen: Geht es um steuerliche Optimierung, um eine lebenslange Rente oder um Kapitalaufbau mit Flexibilität?

Für steuerliche Optimierung eignet sich die Rürup-Rente am besten. Die Beiträge können bis zu einem Höchstbetrag als Sonderausgaben abgesetzt werden, was bei einem Grenzsteuersatz von 42 Prozent und einem Jahresbeitrag von 20.000 Euro eine Steuerersparnis von bis zu 8.400 Euro bedeutet. Nachteil ist die mangelnde Flexibilität: Das angesparte Kapital kann nur als monatliche Rente ausgezahlt werden, nicht als Einmalbetrag.

Fondsgebundene Rentenversicherungen (auch Fondsrente) bieten mehr Renditepotenzial durch die Anlage in Aktien- oder Mischfonds. Die Steuervorteile sind geringer als bei der Rürup-Rente, aber die Flexibilität ist höher. Wichtig bei der Produktauswahl sind niedrige Verwaltungskosten (unter 1 Prozent jährlich) und eine breite Fondsauswahl.

Worauf Ärzte besonders achten sollten

Ärzte sollten beim Abschluss einer privaten Rentenversicherung die Kostenstruktur genau prüfen. Ärzteversichert analysiert für Mediziner die verfügbaren Produkte und empfiehlt nur Lösungen, die zum individuellen Bedarf passen.

Quellen und weiterführende Informationen

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