Die Ablaufleistung bezeichnet den Gesamtbetrag, den ein Versicherungsnehmer am Ende der vereinbarten Laufzeit einer Kapitallebensversicherung oder privaten Rentenversicherung ausgezahlt bekommt, und setzt sich aus dem garantierten Vertragswert und der nicht garantierten Überschussbeteiligung zusammen.
Bedeutung für Ärzte
Viele Ärzte haben in den 1990er und 2000er Jahren kapitalbildende Lebensversicherungen als Altersvorsorge abgeschlossen. Die tatsächliche Ablaufleistung liegt heute in vielen Fällen deutlich unter den bei Vertragsabschluss illustrierten Werten, da die Überschussbeteiligungen der Versicherer gesunken sind. Für Ärzte ist die Ablaufleistung ein wichtiger Faktor bei der Planung des Ruhestands: Wer seine Ablaufleistung kennt, kann berechnen, ob weitere Vorsorgebausteine nötig sind. Bei bestehenden Verträgen lohnt sich eine aktuelle Standmitteilung des Versicherers anzufordern.
Abgrenzung
Die Ablaufleistung ist nicht identisch mit dem Rückkaufswert, der bei vorzeitiger Kündigung ausgezahlt wird und in der Regel niedriger ist. Auch Rentenversicherungen ohne Kapitalwahlrecht haben keine Ablaufleistung im klassischen Sinne, sondern zahlen eine lebenslange Rente aus.
Beispiel
Ein Arzt hat 1998 eine Kapitallebensversicherung mit einer illustrierten Ablaufleistung von 300.000 Euro abgeschlossen. Aktuelle Standmitteilungen zeigen eine voraussichtliche Ablaufleistung von 210.000 Euro, da die Überschussbeteiligung gesunken ist.
Ärzteversichert analysiert bestehende Lebensversicherungen von Ärzten auf ihre Ablaufleistung und empfiehlt, ob Fortführung, Beitragsfreistellung oder Kündigung die bessere Option ist.
Quellen: Verband der Versicherungswirtschaft, Lebensversicherung Überschüsse (2025); Stiftung Warentest, Kapitallebensversicherung Ablaufleistung (2024).
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