Eine Anleihe ist ein festverzinsliches Wertpapier, bei dem ein Emittent (Staat, Unternehmen oder Institution) bei Anlegern Kapital aufnimmt und sich im Gegenzug verpflichtet, während der Laufzeit regelmäßige Zinsen (Kupon) zu zahlen und am Laufzeitende den Nennwert zurückzuzahlen.

Bedeutung für Ärzte

Für Ärzte, die ihr Vermögen breit diversifizieren möchten, sind Anleihen ein Baustein neben Aktien und Immobilien. Staatsanleihen mit hoher Bonität gelten als sehr sicher, bieten aber im Niedrigzinsumfeld geringe Renditen. Unternehmensanleihen bieten höhere Zinsen bei entsprechend höherem Ausfallrisiko. In der Altersvorsorge können Anleihen zur Stabilisierung eines Portfolios beitragen und Kursschwankungen von Aktien ausgleichen. Für Ärzte kurz vor dem Ruhestand empfehlen Finanzplaner oft eine schrittweise Erhöhung des Anleihenanteils im Portfolio zur Risikoreduktion.

Abgrenzung

Anleihen unterscheiden sich von Aktien dadurch, dass sie keine Eigentumsrechte am Unternehmen vermitteln, sondern ein Gläubigerverhältnis begründen. Im Insolvenzfall werden Anleihegläubiger vor Aktionären bedient. Fondsanleihen (Rentenfonds) investieren in ein diversifiziertes Portfolio aus Anleihen und reduzieren das Einzelausfallrisiko.

Beispiel

Ein Arzt investiert 50.000 Euro in eine 10-jährige Bundesanleihe mit einem Kupon von 2,5 Prozent. Er erhält jährlich 1.250 Euro Zinsen und bekommt nach zehn Jahren die 50.000 Euro zurück. Die Zinsen unterliegen der Abgeltungsteuer.

Ärzteversichert integriert Anleihenanlagen in die Gesamtplanung für Vermögensaufbau und Altersvorsorge von Ärzten.


Quellen: Deutsche Bundesbank, Anleihenmarkt (2025); Stiftung Warentest, Festverzinsliche Wertpapiere (2024).

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