Ein Annuitätendarlehen ist ein Darlehen mit konstanten monatlichen Rückzahlungsraten (Annuitäten), bei dem jede Rate aus einem Zins- und einem Tilgungsanteil besteht, wobei der Zinsanteil mit wachsendem Restschuldbetrag sinkt und der Tilgungsanteil entsprechend steigt.
Bedeutung für Ärzte
Das Annuitätendarlehen ist die häufigste Finanzierungsform bei der Praxisgründung, Praxisübernahme oder Immobilienfinanzierung. Der Vorteil für Ärzte: Die konstante monatliche Rate ermöglicht eine präzise Liquiditätsplanung über die gesamte Laufzeit. Bei der Praxisfinanzierung ist die Anfangstilgung entscheidend für die Gesamtlaufzeit: Eine Anfangstilgung von 2 Prozent bei einem 500.000-Euro-Kredit führt zu einer Laufzeit von deutlich über 20 Jahren, während 4 Prozent die Laufzeit auf etwa 15 Jahre halbiert. Für Ärzte mit stabilem Einkommen empfehlen Finanzberater höhere Anfangstilgungen, um die Zinsbelastung zu reduzieren.
Abgrenzung
Das Annuitätendarlehen unterscheidet sich vom Tilgungsdarlehen, bei dem die Tilgungsrate konstant bleibt und die monatliche Rate mit sinkender Restschuld abnimmt. Es unterscheidet sich auch vom endfälligen Darlehen, bei dem während der Laufzeit nur Zinsen gezahlt werden und die Tilgung am Ende in einer Summe erfolgt.
Beispiel
Ein Arzt nimmt für die Praxisgründung ein Annuitätendarlehen über 300.000 Euro zu 3,5 Prozent Zins und 2 Prozent Anfangstilgung auf. Die monatliche Rate beträgt 1.375 Euro und bleibt über die gesamte Laufzeit von ca. 22 Jahren konstant.
Ärzteversichert koordiniert die Praxisfinanzierung für Ärzte und wählt gemeinsam mit Bankpartnern die optimale Darlehensstruktur.
Quellen: Deutsche Bundesbank, Kreditfinanzierung (2025); KfW Bankengruppe, Praxisfinanzierung Ärzte (2024).
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