Asset Allocation bezeichnet die strategische Entscheidung über die Aufteilung eines Anlageportfolios auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Anleihen, Immobilien, Rohstoffe und Liquidität. Sie gilt als der wichtigste Einflussfaktor auf die langfristige Portfoliorendite und das Risikoprofil.

Bedeutung für Ärzte

Forschungen zeigen, dass mehr als 90 Prozent der langfristigen Renditeunterschiede zwischen Portfolios auf die Asset Allocation zurückzuführen sind und nicht auf die individuelle Wertpapierauswahl. Für Ärzte mit einem Anlagehorizont von 20 bis 30 Jahren bis zur Rente empfehlen Finanzplaner in der Regel eine aktienorientierte Asset Allocation mit 60 bis 80 Prozent Aktienquote in frühen Jahren, die mit zunehmender Annäherung an das Rentenalter schrittweise in konservativere Anlagen umgeschichtet wird. Die eigene Immobilie oder Praxisimmobilie sollte im Gesamtportfolio als Assetklasse mitberücksichtigt werden.

Abgrenzung

Asset Allocation ist von der Wertpapierauswahl (Stock Picking) und vom Market Timing zu unterscheiden. Während Asset Allocation die langfristige Strukturentscheidung ist, betreffen Stock Picking und Timing die kurzfristige Auswahl einzelner Titel oder den Zeitpunkt der Investition. Empirisch ist eine sorgfältige Asset Allocation erheblich wirkungsvoller als der Versuch, durch Timing oder Selektion Mehrrendite zu erzielen.

Beispiel

Ein 45-jähriger Arzt mit 20 Jahren bis zur Rente hat ein Investmentportfolio von 300.000 Euro. Er entscheidet sich für eine Asset Allocation von 70 Prozent globale Aktien-ETFs, 20 Prozent Anleihen und 10 Prozent Gold als Absicherung. Diese Mischung balanciert Wachstumspotenzial und Stabilitätsbedarf. Ärzteversichert berät, wie die Altersvorsorge über das Versorgungswerk und privates Kapital sinnvoll aufeinander abgestimmt werden können.

Quellen

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