Assetklassen bezeichnen Gruppen von Finanzinstrumenten oder Sachwerten, die aufgrund ähnlicher Rendite-, Risiko- und Liquiditätsprofile zusammengefasst werden. Die wichtigsten Assetklassen sind Aktien, festverzinsliche Wertpapiere (Anleihen), Immobilien, Rohstoffe, Liquidität sowie alternative Investments wie Private Equity oder Hedgefonds.

Bedeutung für Ärzte

Für den Vermögensaufbau von Ärzten ist das Verständnis der Assetklassen grundlegend: Aktien bieten historisch hohe Langfristrenditen von 5 bis 7 Prozent real jährlich, verbunden mit kurzzeitigen Wertschwankungen von bis zu 50 Prozent. Anleihen guter Bonität sind stabiler, aber mit niedrigerer Renditeerwartung. Immobilien liefern laufende Mieteinnahmen und Wertsteigerungen, erfordern aber Kapital und aktives Management. Rohstoffe wie Gold dienen als Inflationsschutz und Krisenabsicherung. Die richtige Mischung hängt vom Anlagehorizont, der Risikobereitschaft und dem Gesamtvermögen des Arztes ab.

Abgrenzung

Assetklassen sind von Anlageprodukten zu unterscheiden: Ein ETF auf den MSCI World ist ein Anlageprodukt, das die Assetklasse Aktien abbildet. Innerhalb einer Assetklasse gibt es sehr unterschiedliche Risiken; Aktien entwickelter Märkte und Schwellenländeraktien gehören beide zur Klasse Aktien, haben aber unterschiedliche Risikoprofile.

Beispiel

Eine Gynäkologin baut ihr Vermögen aus Praxisgewinnen systematisch auf: 50 Prozent fließen in einen globalen Aktien-ETF, 20 Prozent in eine vermietete Eigentumswohnung, 15 Prozent in Anleihen und 15 Prozent bleiben als Tagesgeld liquide. Sie verteilt ihr Risiko damit auf vier Assetklassen mit unterschiedlichen Korrelationen. Ärzteversichert begleitet die strukturierte Vermögensplanung auf Basis von Assetklassenanalysen.

Quellen

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