Die Auslandskrankenversicherung ist eine Reiseversicherung, die medizinische Behandlungskosten sowie Kosten für Krankenrücktransporte übernimmt, wenn der Versicherte im Ausland erkrankt oder verunfallt. Sie ergänzt den heimischen Krankenversicherungsschutz, der im Ausland häufig nicht oder nur eingeschränkt gilt.

Bedeutung für Ärzte

Ärzte reisen regelmäßig ins Ausland für Kongresse, Fortbildungen oder Missionen; die GKV erstattet Behandlungskosten nur in EU- und Vertragsstaaten bis zur Höhe der deutschen Kassensätze, was bei teuren Auslandskrankenhäusern erhebliche Eigenkosten hinterlässt. Die PKV deckt ebenfalls nicht alle internationalen Behandlungskosten automatisch ab; viele Tarife begrenzen die Erstattung auf deutsche Vergleichskosten. Eine separate Auslandskrankenversicherung für 40 bis 100 Euro jährlich schließt diese Lücke vollständig. Besonders wichtig ist der enthaltene Rücktransport, der im Ernstfall 20.000 bis 100.000 Euro kosten kann.

Abgrenzung

Die Auslandskrankenversicherung ist von der internationalen PKV (für dauerhaft im Ausland lebende Personen) und der EHIC-Karte zu unterscheiden. Die EHIC (European Health Insurance Card) gibt nur Anspruch auf die Kassenleistungen des jeweiligen EU-Landes, nicht auf Privatbehandlung oder Rücktransport. Eine Auslandskrankenversicherung ist für kurze Aufenthalte gedacht; für Langzeitauslandsaufenthalte oder Fellowships empfiehlt sich eine Expatriate-Krankenversicherung.

Beispiel

Eine Ärztin reist zu einem Kongress nach New York. Bei einer Exkursion bricht sie sich den Knöchel; die stationäre Behandlung in einem amerikanischen Krankenhaus kostet 18.000 US-Dollar. Ihre Auslandskrankenversicherung übernimmt die gesamten Kosten und organisiert den medizinisch betreuten Rückflug. Ärzteversichert empfiehlt den Abschluss einer Jahres-Auslandskrankenversicherung für alle Ärzte mit regelmäßigen Auslandsreisen.

Quellen

Persönliche Beratung zu diesem Thema?

Kostenfreie Erstberatung anfragen →