Buy-and-Hold bezeichnet eine passive Anlagestrategie, bei der Wertpapiere wie Aktien oder ETFs nach dem Kauf über einen langen Zeitraum gehalten werden, ohne auf kurzfristige Marktbewegungen zu reagieren. Das Konzept beruht auf der Überzeugung, dass Aktienmärkte langfristig wachsen und aktives Timing den Markt dauerhaft kaum schlagen kann.

Bedeutung für Ärzte

Für Ärzte, die wenig Zeit für aktives Portfoliomanagement haben, ist Buy-and-Hold besonders attraktiv: Die Strategie erfordert nach dem initialen Aufbau des Portfolios kaum laufenden Aufwand und minimiert Transaktionskosten sowie steuerliche Belastungen durch Realisierung von Kursgewinnen. Bei einer Haltedauer von über 15 Jahren gleichen sich historisch betrachtet fast alle kurzfristigen Kursverluste aus. Zusätzlich profitieren Anleger von der steuerlichen Stundungswirkung: Nicht realisierte Kursgewinne unterliegen noch keiner Abgeltungsteuer; die Steuerpflicht entsteht erst beim Verkauf. Ein ETF auf den MSCI World erzielte in den letzten 40 Jahren eine durchschnittliche Jahresrendite von rund 8 Prozent.

Abgrenzung

Buy-and-Hold ist von aktivem Trading und Market-Timing zu unterscheiden, bei denen häufige Käufe und Verkäufe auf der Grundlage von Marktprognosen angestrebt werden. Auch die Value-Investing-Strategie nach Warren Buffett ist inhaltlich verwandt, betont aber zusätzlich die Auswahl fundamentalstark unterbewerteter Unternehmen. Buy-and-Hold schließt regelmäßiges Rebalancing nicht aus, bei dem die ursprüngliche Asset-Allokation nach Marktbewegungen wiederhergestellt wird.

Beispiel

Ein 35-jähriger Arzt investiert monatlich 1.000 Euro per Sparplan in einen globalen Aktien-ETF und verkauft keine Anteile bis zur Rente mit 67. Bei einer Jahresrendite von 6 Prozent wächst das Depot auf ca. 1,1 Millionen Euro. Ärzteversichert empfiehlt, Buy-and-Hold mit einer klaren Asset-Allokation und regelmäßigem Rebalancing zu kombinieren.

Quellen

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