CEREC (Chairside Economical Restoration of Esthetic Ceramics) bezeichnet ein CAD/CAM-System der Firma Dentsply Sirona, mit dem Zahnärzte keramische Restaurationen wie Inlays, Onlays, Teilkronen und Kronen direkt am Behandlungsstuhl herstellen und in einer einzigen Sitzung einsetzen können. Das System umfasst einen Intraoralscanner, eine CAD-Software und eine Schleifeinheit.

Bedeutung für Ärzte

CEREC-Restaurationen ermöglichen eine erhebliche Zeitersparnis für den Patienten (kein zweiter Termin, keine provisorische Versorgung) und können die Patientenzufriedenheit steigern. Für die Zahnarztpraxis bedeutet die Investition von ca. 80.000 bis 120.000 Euro jedoch eine erhebliche Kapitalbelastung, die durch ausreichend hohe Stückzahlen und entsprechende GOZ-Honorare amortisiert werden muss. Chairside-Restaurationen werden nach GOZ 2100 ff. (Keramik-Inlay) und GOZ 2200 ff. (Keramikkrone) abgerechnet; die digitale Abformung kann über GOZ 5170 gesondert berechnet werden. Typische Indikationen sind Inlays, Onlays und Einzelkronen im Seitenzahnbereich.

Abgrenzung

CEREC ist eine produktspezifische Bezeichnung (Markenname von Dentsply Sirona) und kein allgemeiner Begriff für CAD/CAM-Restaurationen; andere Systeme wie Planmeca FIT oder 3M True Definition arbeiten nach demselben Prinzip. Chairside-CEREC unterscheidet sich vom Laborworkflow (Scan in der Praxis, Fertigung im Labor), bei dem der zweite Termin erhalten bleibt. GKV-Patienten haben Anspruch auf vergleichbaren Zahnersatz nach Festzuschussregelung; CEREC-spezifische Mehrkosten werden als Eigenanteil berechnet.

Beispiel

Ein Zahnarzt setzt bei einem Patienten ein CEREC-Keramikinlay in einer Sitzung ein: Intraoralscanner, Schleifprozess (ca. 15 Minuten) und Eingliederung mit Keramikadhäsivtechnik. Die GOZ-Abrechnung umfasst GOZ 5170, GOZ 2100 und diverse Materialziffern. Ärzteversichert empfiehlt, CEREC-Anlagen in der Praxisinhaltsversicherung und der Elektronikversicherung explizit zu benennen.

Quellen

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