CME-Punkte (Continuing Medical Education) sind Kreditpunkte, die Ärzte für die Teilnahme an anerkannten Fortbildungsveranstaltungen erhalten. Sie dienen als Nachweis der Erfüllung der gesetzlichen Fortbildungspflicht nach § 95d SGB V für Vertragsärzte sowie nach den Fortbildungsordnungen der Ärztekammern für alle approbierten Ärzte.

Bedeutung für Ärzte

Vertragsärzte müssen gemäß § 95d SGB V alle fünf Jahre insgesamt 250 CME-Punkte bei der Kassenärztlichen Vereinigung nachweisen. Gelingt dies nicht, sind Honorarabzüge von zehn bis 25 Prozent möglich; bei fortgesetztem Nichtnachweis kann die Zulassung entzogen werden. Kammermitglieder müssen nach Berufsordnung ebenfalls fortlaufend Fortbildungen belegen, auch wenn die Sanktionen weniger direkt sind. Anerkannte Formate umfassen zertifizierte Präsenzkongresse, E-Learning-Module, strukturierte interaktive Fortbildungen sowie klinische Fallseminare. Ein Fortbildungsnachweis wird über das einheitliche Informations-System (EFN-Karte) erfasst.

Abgrenzung

CME-Punkte der Ärztekammer sind nicht identisch mit den KV-Fortbildungspunkten, obwohl beide Systeme überlappen. Ärztekammerpunkte gelten nach Landesrecht, KV-Punkte nach § 95d SGB V. In der Praxis sind zertifizierte Fortbildungen meist bei beiden Institutionen anrechenbar. Pflichtkurse (z. B. Strahlenschutz alle fünf Jahre) sind eigenständige Pflichten und separat zu erfüllen.

Beispiel

Ein Allgemeinarzt nimmt an einem dreitägigen hausärztlichen Kongress teil (15 Punkte) und absolviert monatlich zwei E-Learning-Module (je 2 Punkte). Im Jahr sammelt er so 39 Punkte; über fünf Jahre kommt er auf 195 Punkte und muss weitere Veranstaltungen besuchen, um die 250-Punkte-Pflicht zu erfüllen. Ärzteversichert empfiehlt, CME-Punkte systematisch zu erfassen und die Frist nicht zu versäumen.

Quellen

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