Das Wertpapierdepot ist ein bei einer Bank, einem Online-Broker oder einer Vermögensverwaltung geführtes Verwahrungskonto für Wertpapiere wie Aktien, Anleihen, Investmentfonds und ETFs, über das Käufe und Verkäufe abgewickelt sowie alle gehaltenen Positionen verwaltet werden.

Bedeutung für Ärzte

Für Ärzte, die Kapital langfristig anlegen wollen, ist das Depot das zentrale Werkzeug. Da das Versorgungswerk allein oft nicht ausreicht, um den Lebensstandard im Ruhestand zu sichern, bauen viele Ärzte ein eigenes Wertpapierdepot als ergänzende Altersvorsorge auf. Relevante Depotarten sind das Direktdepot bei einer Privatbank, das kostengünstige Online-Depot bei einem Neobroker sowie das Depotmodell im Rahmen einer betrieblichen Altersvorsorge (Direktversicherung, Pensionskasse). Depotgebühren, Transaktionskosten und die steuerliche Behandlung von Erträgen (Abgeltungsteuer) sind bei der Auswahl entscheidend.

Abgrenzung

Das Wertpapierdepot ist nicht identisch mit dem Girokonto (dort wird Liquidität gehalten, keine Wertpapiere) und auch nicht mit dem Fondssparplan (das ist ein Ansparprodukt mit automatischen Käufen). Das Depot ist der Behälter für alle Wertpapierarten, während ein ETF-Sparplan nur eine spezifische Nutzungsform darstellt. Außerdem zu unterscheiden: das Depot bei einem deutschen Broker unterliegt der deutschen Einlagensicherung für die Gelder, nicht jedoch für die Wertpapiere selbst (diese sind Sondervermögen).

Beispiel

Eine Fachärztin eröffnet ein Depot bei einem Online-Broker und richtet einen monatlichen ETF-Sparplan über 1.000 Euro ein. Über 20 Jahre investiert sie insgesamt 240.000 Euro und erzielt bei einer durchschnittlichen Rendite von 7 Prozent ein Depotvermögen von rund 522.000 Euro.

Ärzteversichert unterstützt Ärzte bei der Auswahl des richtigen Depotmodells in Kombination mit einer optimalen Versicherungs- und Vorsorgestrategie.

Quellen: WpHG, Depotgesetz (DepotG), Verbraucherzentrale Bundesverband Depot-Vergleich, BaFin Verbraucherhinweise zu Wertpapierdepots.

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