Dollar-Cost Averaging (DCA), auf Deutsch auch Durchschnittskosteneffekt oder Sparplanstrategie genannt, bezeichnet die Methode, in regelmäßigen Abständen einen festen Geldbetrag in einen Vermögenswert (z. B. ETF, Aktie) zu investieren, unabhängig vom aktuellen Kurs, sodass bei niedrigen Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger Anteile gekauft werden.

Bedeutung für Ärzte

Für Ärzte, die monatlich einen festen Betrag aus dem Praxisgewinn anlegen, bietet Dollar-Cost Averaging psychologische und rechnerische Vorteile: Da nie zu einem einzigen Zeitpunkt das gesamte Kapital investiert wird, entfällt das Risiko, ein Einmalinvestment zum ungünstigsten Markthöchststand zu tätigen. Ein monatlicher ETF-Sparplan von 1.500 Euro kauft bei einem Kurs von 50 Euro 30 Anteile, bei einem Kurs von 75 Euro dagegen nur 20 Anteile; der gewichtete Durchschnittspreis liegt damit unter dem arithmetischen Mittelkurs. Empirisch ist Dollar-Cost Averaging zwar nicht immer renditestärker als ein Einmalinvestment (Lump-Sum), reduziert aber die Einstiegskosten und den Stresspegel erheblich.

Abgrenzung

Dollar-Cost Averaging unterscheidet sich vom Rebalancing, bei dem ein einmal festgelegtes Portfoliogewicht durch Zu- oder Verkäufe wiederhergestellt wird. DCA ist eine Einzahlungsstrategie; Rebalancing eine Allokationspflege. Auch Value Averaging, bei dem der investierte Betrag je nach Marktentwicklung variiert, ist konzeptionell verschieden: Es erfordert aktive Anpassungen statt mechanischer Regelmäßigkeit.

Beispiel

Ein Arzt spart monatlich 2.000 Euro in einen MSCI-World-ETF. In drei aufeinanderfolgenden Monaten liegt der ETF-Kurs bei 100, 80 und 120 Euro; er kauft 20, 25 und 16,67 Anteile. Der Durchschnittspreis beträgt 96 Euro je Anteil, während der arithmetische Mittelwert der Kurse 100 Euro beträgt. Ärzteversichert empfiehlt, den Sparplan mit dem Gehaltseingang zu synchronisieren, damit die Anlage als fester Ausgabenposten automatisch erfolgt.

Quellen

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