Die Elektronikversicherung ist eine gewerbliche Sachversicherung, die elektronische Anlagen und Geräte gegen Schäden durch Bedienungsfehler, Kurzschluss, Überspannung, Vandalismus und weitere Gefahren absichert. In Arztpraxen zählen dazu medizinische Geräte, EDV-Systeme, Praxissoftware-Hardware sowie diagnostische Apparate.

Bedeutung für Ärzte

In modernen Arztpraxen ist der Wert der elektronischen Ausstattung erheblich: Ein EKG-Gerät kostet 3.000 bis 15.000 Euro, ein Ultraschallgerät 15.000 bis 80.000 Euro, und die gesamte Praxis-IT liegt schnell bei 20.000 Euro und mehr. Schäden durch Kurzschluss, Spannungsspitzen nach Gewitter oder Bedienungsfehler sind im Alltag häufig und werden weder von der Haushalts- noch der Gebäudeversicherung abgedeckt. Die Elektronikversicherung schließt diese Lücke. Die Prämie richtet sich nach dem Neuwert der versicherten Geräte; typisch sind 0,3 bis 1 Prozent der Versicherungssumme jährlich. Ärzteversichert bietet maßgeschneiderte Elektronikversicherungen speziell für Arztpraxen an, die auch Datenverluste und Folgekosten einschließen können.

Abgrenzung

Die Elektronikversicherung ist von der Maschinenversicherung abzugrenzen, die größere Anlagen und Maschinen (z.B. Sterilisatoren, Praxiskühlgeräte) abdeckt. Auch die Inhaltsversicherung (Praxisinventarversicherung) schützt nur gegen klassische Risiken wie Feuer, Einbruch und Leitungswasser, nicht aber gegen elektronische Schadensursachen.

Beispiel

In einer Radiologenpraxis tritt nach einem Blitzeinschlag ein Überspannungsschaden am CT-Gerät auf. Der Schaden beläuft sich auf 35.000 Euro. Die Elektronikversicherung übernimmt die Reparaturkosten; ohne Versicherung würde dieser Schaden die Praxisliquidität erheblich belasten.

Quellen

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