ESG-Kriterien bezeichnen einen dreiteiligen Bewertungsrahmen für nachhaltiges Investieren, der Umweltaspekte (Environmental), soziale Faktoren (Social) und Unternehmensführungsstandards (Governance) als Auswahlkriterien für Investitionen heranzieht.
Bedeutung für Ärzte
Viele Ärzte wünschen sich ein Anlageportfolio, das mit ihren Werten als Heilberufler vereinbar ist. ESG-konforme ETFs und Fonds schließen Unternehmen aus bestimmten Branchen (z.B. Rüstung, Tabak, fossile Energien) aus oder gewichten Unternehmen mit hohen ESG-Bewertungen stärker. Für Ärzte, die langfristig Kapital aufbauen, bieten ESG-ETFs eine Möglichkeit, nachhaltig zu investieren ohne dabei auf Diversifikation und kostengünstige Anlagestrukturen zu verzichten. ESG-konforme Portfolios haben in den letzten Jahren vergleichbare Renditen wie nicht gefilterte Indizes erzielt.
Abgrenzung
ESG-Kriterien sind breiter als rein ethische Investments (SRI, Socially Responsible Investing), die strengere Ausschlüsse anwenden. Auch von Impact Investing unterscheidet sich ESG: Letzteres zielt auf messbare positive Wirkung, ESG filtert primär Risiken heraus. Die ESG-Bewertung variiert je nach Rating-Agentur erheblich, weshalb verschiedene ESG-ETFs auf denselben Index unterschiedliche Zusammensetzungen haben können.
Beispiel
Ein Chirurg möchte einen Teil seiner Altersvorsorge in ETFs anlegen und bevorzugt dabei Unternehmen mit nachhaltiger Unternehmensführung. Er wählt einen MSCI World ESG Leaders ETF, der die am besten bewerteten Unternehmen aus dem MSCI World enthält und Kontroversunternehmen ausschließt.
Ärzteversichert berät Ärzte bei der Auswahl nachhaltiger Anlagestrategien, die zur persönlichen Werthaltung und zur Altersvorsorge passen.
Quellen: MSCI ESG Research, Morningstar ESG-Berichte, BaFin Nachhaltigkeitsregelungen.
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