Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Fonds, der passiv einen Marktindex wie den MSCI World oder den DAX nachbildet, täglich an der Börse handelbar ist und durch sehr niedrige Kosten und breite Diversifikation eine attraktive Basis für den langfristigen Vermögensaufbau bildet.

Bedeutung für Ärzte

Ärzte erzielen häufig überdurchschnittliche Einkommen, verfügen aber kaum über Zeit für aktives Portfoliomanagement. ETFs bieten die Möglichkeit, mit geringem Zeitaufwand und niedrigen laufenden Kosten (TER oft unter 0,2 Prozent jährlich) breit diversifiziert in hunderte oder tausende Unternehmen zu investieren. Im Vergleich zu aktiv verwalteten Fonds, die häufig 1 bis 2 Prozent jährliche Kosten verursachen, sparen ETFs über Jahrzehnte erhebliche Summen. Für die Altersvorsorge außerhalb des Versorgungswerks sind ETF-Sparpläne ein weit verbreitetes und sinnvolles Instrument.

Abgrenzung

ETFs unterscheiden sich von aktiv verwalteten Investmentfonds dadurch, dass kein Fondsmanager versucht, den Markt zu übertreffen, sondern der Index exakt nachgebildet wird. Studien zeigen, dass aktive Fonds langfristig in der Mehrzahl schlechter abschneiden als vergleichbare passive ETFs. Von Einzelaktien unterscheiden ETFs sich durch die breite Streuung, die das Einzelwertrisiko erheblich reduziert.

Beispiel

Ein Internist in der Niederlassung investiert monatlich 2.000 Euro in einen MSCI World ETF mit einer TER von 0,15 Prozent. Nach 20 Jahren ergibt sich bei angenommener durchschnittlicher Rendite von 7 Prozent jährlich ein Portfoliowert von rund 980.000 Euro.

Ärzteversichert berät Ärzte bei der Auswahl geeigneter ETFs und der Einbettung in eine umfassende Altersvorsorge- und Vermögensplanung.

Quellen: Stiftung Warentest ETF-Ratgeber, MSCI-Index-Methodologie, BaFin ETF-Informationen.

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