Ein ETF (Exchange Traded Fund) ist ein börsengehandelter Investmentfonds, der die Wertentwicklung eines bestimmten Index, etwa des MSCI World, des DAX oder eines Anleihenindex, passiv nachbildet, ohne aktiv von Fondsmanagern gesteuert zu werden. ETFs verbinden die Diversifikation eines Investmentfonds mit der jederzeitigen Handelbarkeit einer Aktie.

Bedeutung für Ärzte

Ärzte gehören zu den Berufsgruppen mit vergleichsweise hohem Einkommen und entsprechendem Sparpotenzial. ETFs bieten ihnen eine kosteneffiziente Möglichkeit, breit diversifiziert zu investieren. Die jährlichen Gesamtkosten (TER) liegen bei einem MSCI World ETF typischerweise zwischen 0,1 und 0,3 Prozent, verglichen mit 1,5 bis 2,5 Prozent bei aktiv gemanagten Fonds. Über 30 Jahre hinweg kann dieser Kostenvorteil bei einem monatlichen Sparplan von 1.000 Euro einen Unterschied von mehreren Hunderttausend Euro im Endvermögen ausmachen. Ärzteversichert zeigt auf, wie ETF-basierte Portfolios mit Versorgungswerksrente und Berufsunfähigkeitsschutz kombiniert werden können.

Abgrenzung

ETFs unterscheiden sich von aktiv gemanagten Fonds durch ihre passive Verwaltung und geringen Kosten. Im Vergleich zu Einzelaktien bieten sie breite Streuung ohne Klumpenrisiken. Strukturierte Produkte wie Zertifikate oder Derivate sind riskanter und komplexer als ETFs. Innerhalb der ETF-Welt gibt es physisch replizierende ETFs, die den Index durch direkte Wertpapierkäufe abbilden, und synthetisch replizierende, die Swap-Vereinbarungen nutzen. Für Einsteiger empfehlen Experten physisch replizierende ETFs wegen ihrer Transparenz.

Beispiel

Ein Assistenzarzt im dritten Berufsjahr beginnt mit einem monatlichen ETF-Sparplan von 500 Euro auf den MSCI World All Country. Bei einer angenommenen Rendite von 6 Prozent p.a. und 30 Jahren Laufzeit ergibt sich ein Endvermögen von rund 500.000 Euro.

Quellen

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