Die Kosten eines ETF-Sparplans setzen sich aus mehreren Komponenten zusammen: der jährlichen Gesamtkostenquote (TER) des ETF selbst, den Ordergebühren für jeden Sparplanausführungsschritt, möglichen Depotgebühren sowie dem Spread zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Zusammen bestimmen sie die Gesamtkostenbelastung und damit die Nettorendite des Anlegers.
Bedeutung für Ärzte
Ärzte mit regelmäßigem Sparpotenzial von typischerweise 500 bis 3.000 Euro monatlich sollten die Kostenstruktur ihres Depotanbieters genau kennen. Bei einem Sparplan von 1.000 Euro monatlich und einer Ordergebühr von 1,5 Prozent fallen 180 Euro Kosten pro Jahr an, die bei einem Neobroker (0 Euro Ordergebühr, TER 0,2 Prozent) auf rund 24 Euro sinken. Über 20 Jahre summiert sich die Differenz auf mehrere Zehntausend Euro Mehrertrag. Die TER eines MSCI World ETF liegt heute zwischen 0,07 und 0,3 Prozent p.a.; aktiv gemanagte Fonds berechnen typischerweise 1,5 bis 2,5 Prozent. Ärzteversichert zeigt, wie sich Kostenoptimierung und langfristige Anlageplanung sinnvoll verbinden lassen.
Abgrenzung
Die TER (Total Expense Ratio) als laufende Verwaltungsgebühr des Fonds ist von den Transaktionskosten zu unterscheiden, die beim Kauf und Verkauf anfallen. Außerdem gibt es den Tracking Error: Nicht jeder günstige ETF bildet seinen Index exakt ab. Zudem können Kosten durch Steuerreporting-Dienste, Devisengebühren bei ausländischen ETFs oder Währungsabsicherung (hedged) entstehen.
Beispiel
Ein Neurologe nutzt einen Neobroker und richtet einen monatlichen ETF-Sparplan von 1.500 Euro ein. Die Ausführung ist kostenlos, der ETF hat eine TER von 0,12 Prozent. Seine effektive Gesamtkostenbelastung liegt bei rund 18 Euro pro Jahr, verglichen mit 270 Euro bei einer Filialbank mit 1,5 Prozent Ordergebühr.
Quellen
- BaFin – Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
- Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)
Persönliche Beratung zu diesem Thema?
Kostenfreie Erstberatung anfragen →